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Nachwuchsprogrammierer zeigen Lernsoftware

Auf der "Learntech 1999" in Karlsruhe präsentierten Hersteller in dieser Woche drei Tage lang Produkte und Komponenten rund um das Lernen mit Multimedia. Besonderes Aufsehen erregte die Nachwuchsbörse "Multimedia Transfer 99". Junge Entwickler stellten Werke vor, bei denen zum Beispiel ausgestorbene Saurier zu neuem Leben erweckt werden.

Klaus Herbst, Anja Nolle, Harald Mayer |
    Einer der höchsten Preise des "Multimedia Transfer" ging an Anja Nolle und Stefanie Dihlmann von der Fachhochschule für Gestaltung für ihre Lernsoftware "Evolution". Das Programm verbindet das Flair eines Abenteuerspiels und den enzyklopädischen Charakter eines elektronischen Nachschlagewerks. Auf packende Art und Weise vermittelt "Evolution" einen Eindruck davon, wie es sich vor fast 200 Millionen Jahren auf der Erde leben ließ. Dazu erwirbt der Nutzer Wissen über Fauna, Flora, Geologie und Umweltfaktoren.

    Johann Sebastian Bachs Instrument, das Klavichord, wird in der Würzburger Software "Geschichte des Klaviers" zu neuem Leben erweckt. Harald Mayer, der Autor der CD-ROM: "Ich wollte die Multimedialität ausnutzen und das Thema ganzheitlicher erfassen, als es mit einem Buch möglich ist. Ich habe versucht, ein sehr untypisches Design für das Medium CD-ROM zu wählen und bin von den üblichen, überladenen Screens weggegangen." Das ernsthaftere, edlere Thema sollte sich auch in der Gestaltung zeigen. Kriterien des größten Multimedianachwuchswettbewerbs im deutschsprachigen Raum sind Innovationsgehalt, Einsatz der Medien sowie Benutzerfreundlichkeit und Design. Unternehmen zeigen sich am qualifizierten Nachwuchs sehr interessiert. Die Teilnehmerzahlen haben sich in diesem Jahr verdoppelt. Fast 200 neue Softwareprodukte hatten sich um eine Teilnahme bemüht.