
Insgesamt sei die Feuerpause ein Gewinn für den libanesischen Präsidenten Aoun, aber eben auch für die proiranische Miliz, sagte der Professor von der Hebräischen Universität in Jerusalem. Es sei nun mit einem ähnlichen Szenario wie bei der Hamas im Gazastreifen zu rechnen. In Gaza sei die Hamas noch da und die Frage nach einer Entwaffnung sei in den Hintergrund getreten, führte der Islamwissenschaftler aus. Nach seiner Einschätzung setzte US-Präsident Trump die Waffenruhe gegenüber dem israelischen Regierungschef Netanjahu durch. Trump habe entschieden, dass aktuell der Konflikt mit dem Iran für ihn wichtiger sei. Deshalb habe Israel diese Kröte schlucken müssen. Trump strebe eine Übereinkunft mit dem Iran an und habe deshalb mit der Waffenruhe eines der wichtigsten Probleme abgeräumt. - Im Libanon gilt seit heute eine zunächst auf zehn Tage angesetzte Waffenruhe.
Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
