Technische Probleme
NASA ändert Zeitplan für Mondlandeprogramm Artemis

Nach einer Serie von Verzögerungen hat die US-Raumfahrtbehörde NASA jetzt den Zeitplan für ihr Mondlandeprogramm Artemis geändert. NASA-Chef Isaacman sagte, die bereits angekündigte Mission Artemis 3 soll, anders als bislang vorgesehen, doch keine Menschen zum Mond bringen.

    Das Foto zeigt eine weiße Weltraumrakete abends senkrecht auf dem Boden stehend. Im Hintergrund: Ein hell leuchtender großer Vollmond.
    Das Ziel vor Augen, aber der Start ist erst einmal verschoben: Die Spitze der SLS-Rakete mit der Artemis-2-Orion-Kapsel. (NASA/Sam Lott)
    Artemis 3 soll jetzt eine bemannte Kapsel in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen und in einem Test mit dem Prototypen einer Mondlandefähre gekoppelt werden. Erst in einer nächsten Phase - Artemis 4 - sollen dann Anfang 2028 erstmals seit dem Jahr 1972 wieder Menschen auf dem Mond landen. Möglichst innerhalb eines Jahres soll danach eine weitere Mondlandung stattfinden.
    Durch den umgestellten Zeitplan wolle man mehr Erfahrungen sammeln und zugleich Fehler vermeiden. Wenn man nur alle drei Jahre starte, würden die Fähigkeiten dafür sonst verkümmern, sagte Isaacman. Bei historischen NASA-Missionen wie Mercury, Gemini oder Apollo habe der durchschnittliche Startrhythmus eher bei drei Monaten gelegen als bei drei Jahren.

    Technische Probleme häufen sich

    Ursprünglich sollte bereits in diesem Monat die Mission Artemis 2 starten. Vor wenigen Tagen hatte Isaacman aber bereits erklärt, dass ein Start dieser Mission auch im März wegen technischer Probleme ausgeschlossen sei.
    Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte US-Präsident Trump verkündet, dass wieder US-Astronauten auf dem Mond landen sollen. Laut dem NASA-Zeitplan würde dies 2028 und damit vor Ablauf von Trumps zweiter Amtszeit stattfinden. Auch China bereitet derzeit eine bemannte Mondmission vor, die spätestens 2030 stattfinden soll.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.