Sonntag, 26.05.2019
 
Seit 04:05 Uhr Die neue Platte XL
StartseiteSternzeitNeues Jahr, neue Horizonte, neues Ziel31.12.2018

NASA-Sonde zieht an Asteroid vorbeiNeues Jahr, neue Horizonte, neues Ziel

Morgen früh um 6.33 Uhr Mitteleuropäischer Zeit zieht die NASA-Sonde New Horizons am Asteroiden 2014 MU69 vorbei, 6,6 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Nie zuvor hat eine Raumsonde einen so fernen Himmelskörper besucht. Dabei hat die Sonde spektakuläre Bilder gemacht.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Pluto und Charon weisen sich immer dieselben Seiten zu  (NASA)
Der Zwergplanet mir Herz: Pluto und sein Mond Charon, aufgenommen von New Horizons (NASA)

New Horizons ist 2015 am Zwergplaneten Pluto und seinen Monden vorbei geflogen. Dabei hat die Sonde spektakuläre Bilder gemacht, unter anderem von einer großen herzförmigen Struktur auf der Oberfläche Plutos.

Mit Hilfe des Hubble-Weltraumteleskops haben Astronomen nach weiteren Zielen für New Horizons im Kuiper-Gürtel gesucht, wie der eisige Rand des Sonnensystems heißt. Den schließlich ausgewählten Asteroiden haben sie Ultima Thule genannt, nach der nördlichsten Landmasse auf der Erde.

New Horizons wird – wie auch die Voyager- und Pioneer-Sonden – unser Sonnensystem verlassen und in die Weiten der Milchstraße eintauchen  (Foto: ESO)New Horizons wird – wie auch die Voyager- und Pioneer-Sonden – unser Sonnensystem verlassen und in die Weiten der Milchstraße eintauchen (Foto: ESO)

Das Objekt dürfte nur rund 30 Kilometer groß sein. Vermutlich ist es länglich geformt; womöglich besteht es aber auch aus zwei getrennten Körpern, die in engem Abstand umeinander kreisen.

In diesen Stunden und Tagen macht New Horizons zahlreiche Bilder von Ultima Thule. Im Hauptquartier des New Horizons-Teams an der Johns Hopkins Universität in Maryland geschieht der Vorbeiflug, wenn das neue Jahr eine halbe Stunde alt ist. Dagegen ist am Jet Propulsion Lab in Kalifornien, über das der Funkkontakt läuft, dann noch der letzte Abend des alten Jahres.

New Horizons arbeitet derzeit voll automatisch. Denn da die Funksignale mehr als sechs Stunden für einen Weg brauchen, ist ein direktes Eingreifen nicht möglich.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk