Donnerstag, 19. Mai 2022

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Nationalmannschaft
"Der beste deutsche Torhüter"

Das 1:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreicher bot auf deutscher Seite ein positives Zeichen: Torwart Manuel Neuer spielte gut und ohne körperliche Probleme. Feldspieler konnten sich dagegen nicht empfehlen, sagte Nationalmannschaftsreporter Marcus Bark im Dlf.

Marcus Bark im Gespräch mit Astrid Rawohl | 03.06.2018

Fußball: Länderspiel Österreich - Deutschland im Wörthersee Stadion. Deutschlands Torwart Manuel Neuer fängt einen Ball.
Manuel Neuer beim Spiel Österreich - Deutschland (Christian Charisius/dpa )
"Jogi Löw hatte ja gesagt: ‚Ich möchte weniger das Spiel gegen Österreich am Ergebnis messen, sondern mehr das sehen, was wir hier trainiert haben.‘ Und da gab es doch erhebliche Defizite im Positionsspiel, im Passspiel", sagt Nationalmannschaftsreporter Marcus Bark. "Ich kann mir gut vorstellen, dass es reicht, aber ob es zum ersten Spiel dann schon Topform gibt, da hab ich so meine leisen Zweifel, zumal es noch körperliche Defizite bei einigen Spielern gibt."
Manuel Neuer habe dagegen gut gespielt. "Wenn er jetzt dem Bundestrainer sagen würde: ‚Nein, ich kann nicht.‘ Das wäre ja die größte Überraschung dieses Trainingslagers. Von daher ist es ganz bitter für Marc-André ter Stegen", meint Bark. Dennoch hält er Neuer für die richtige Wahl. Er sei immer noch der beste deutsche Torhüter.
Überraschung möglich
Von den Wackelkandidaten für den endgültigen Kader habe sich niemand hervorgetan: Julian Brandt, Leroy Sané oder Petersen, wie die gesamte deutsche Mannschaft kamen sie nicht recht ins Spiel. "Man hat keinen gesehen, der die Chance beim Schopf gepackt hat", meint Bark.
Aber wer darf nun doch nicht mit nach Russland? Jonathan Ta, entweder Kevin Trapp oder Bernd Leno oder Sebastian Rudy scheinen offensichtliche Streichkandidaten. Doch sie sind nicht die Einzigen, auch eine Überraschung scheint möglich - Mario Gomez zum Beispiel, meint Bark.
Saudi-Arabien sieht Bark im letzten Testspiel vor der Abreise als Aufbaugegner. Er rechnet mit einem lockeren 4:0, hat aber eine Warnung: "Wenn es da aber mal wirklich unrund laufen sollte, dann wären das schlechte Vorraussetzungen um dann am 12. Juni Richtung Moskau und Russland zu starten."
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