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StartseiteSport AktuellTopteams lassen ihre Spieler ziehen06.11.2020

Nationalmannschafts-FreigabeTopteams lassen ihre Spieler ziehen

Werder Bremen und Arminia Bielfeld werden mehrere ihrer Spieler nicht für Länderspiele in Corona-Risikogebiete reisen lassen. Topteams wie Bayern, Dortmund, Leipzig oder Mönchengladbach sehen dafür keinen Grund, sind allerdings auch in einer anderen Situation.

Von Sebastian Trepper

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Szene aus dem Spiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (dpa)
Die Spitzenteams wollen ihre Nationalspieler freigeben (dpa)
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Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat kein Problem damit, dass sich BVB-Profis für Einsätze in ihren Nationalmannschaften auf den Weg machen:

"Der Stand jetzt ist eigentlich, dass an der Regelung, dass Berussportler danach nicht in Quarantäne gehen müssen, sich nichts ändern wird. Und dann besteht eben eine Abstellungspflicht. Und da gehen wir im Moment von aus. Das ist Stand jetzt."

Der BVB, aktuell auf Tabellenplatz zwei, trifft am Samstagabend auf Tabellenführer Bayern München. Bayern-Trainer Hansi Flick kennt die Nationalmannschaft aus seinen Jahren als Co-Trainer von Joachim Löw und hebt die Bedeutung der Nominierungen für die Spieler hervor.

"Jeder Einzelne geht gerne zu seinen Nationalverbänden, zur Nationalmannschaft, spielt gerne für sein Land. Also von daher stehen wir da auch offen und positiv gegenüber."

Nur im Fall der Abstellung von Eric-Maxim Choupo-Moting gibt es in München noch Abstimmungsbedarf mit den Behörden und dem kamerunischen Verband.

Hans-Dieter Flick, Interimstrainer des FC Bayern München, spricht während einer Pressekonferenz. (Hassenstein/Bongarts/Getty Images/Bayern München/dpa)Hans-Dieter Flick bei einer Pressekonferenz. (Hassenstein/Bongarts/Getty Images/Bayern München/dpa)

Auch Leipzig und Mönchengladbach lassen ihre Nationalspieler wie die meisten Bundesligisten in Risikogebiete reisen - anders als Bielefeld und Bremen. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl sieht seinen Verein allerdings auch in einer ganz anderen Ausgangssituation:

"Der entscheidende Unterschied ist, dass in Bremen das Gesundheitsamt sagt: 'Wenn die Spieler zurückkommen, müssen sie in Quarantäne gehen.' Und bei uns ist es eben so: Die Absprache mit dem Gesundheitsamt ist, wenn wir nachweisen können, dass die Testungen erfolgt sind, dass alles eingehalten worden ist, was diese Blase angeht bei den Verbänden - und mit denen sind wir jetzt nunmal in sehr, sehr engem Austausch. Also wir wissen, dass die Verbände das sehr gewissenhaft umsetzen - dann müssen die Spieler eben nicht in Quarantäne."

Bei der TSG Hoffenheim waren nach der vergangenen Länderspiel-Pause mehrere Spieler in Quarantäne und verpassten Einsätze für den Verein. Trotz Kritik an den Länderspielen lässt die TSG ihre Spieler erneut ziehen. Sportchef Alexander Rosen sagte allerdings in einem Interview, dass er sehr froh sei, dass Hoffenheims Topstürmer Andrej Kramaric diesmal nicht zur Nationalmannschaft fährt. Er war beim letzten Mal anschließend positiv auf Covid 19 getestet worden.

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