Frankreich
Nationalversammlung macht Weg für Sterbehilfe-Reform endgültig frei

Die französische Nationalversammlung hat ein Gesetz für das Recht auf Sterbehilfe endgültig verabschiedet.

    Die Statue der Marianne vor dem Gebäude der Nationalversammlung in Paris, auf dessen Dach die französische Flagge weht.
    Frankreichs Nationalversammlung hat für ein Recht auf Sterbehilfe gestimmt. (Archivbild) (imago / NurPhoto / Artur Widak)
    Das Parlament billigte den Entwurf mit 291 Ja-Stimmen, 241 Abgeordnete votierten dagegen. Volljährige Patienten, die an einer nicht heilbaren Krankheit im Endstadium leiden und bei vollem Bewusstsein sind, sollen das Recht auf Sterbehilfe in Zukunft unter strengen Auflagen in Anspruch nehmen können. Es gilt für französische Staatsangehörige und Personen, die sich rechtmäßig im Land aufhalten. Die Nationalversammlung hatte bereits in mehreren vorangegangenen Lesungen für das Gesetz gestimmt. Bevor es in Kraft tritt, wird es auf Wunsch von Premierminister Lecornu noch vom Verfassungsrat überprüft.
    Bislang war aktive Sterbehilfe in Frankreich verboten. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden die gesetzlichen Regelungen mehrfach gelockert.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.