Teilabzug der US-Truppen aus Deutschland
NATO: Europa muss sich stärker engagieren

Die NATO sieht im angekündigten Teilabzug der US-Truppen aus Deutschland ein Signal, dass sich Europa stärker in der Selbstverteidigung engagieren müsse.

    Ein Zaun am Gelände der US-amerikanischen Luftwaffenbasis Ramstein, daran hängen mehrere Warnschilder.
    Die US-amerikanische Luftwaffenbasis Ramstein. (picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski (Symbolbild))
    Man sei ​zuversichtlich, dass die Abschreckung und Verteidigung der NATO weiterhin gewährleisten könne, während sich ein Wandel hin zu einem ​stärkeren Europa fortsetze, sagte eine Sprecherin. Ähnlich äußerte sich Bundesverteidigungsminister Pistorius. Der SPD-Politiker sagte in Berlin, Deutschland sei auf einem guten Weg zu mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit. Der SPD-Außenpolitiker Stegner sagte im Deutschlandfunk, der Truppenabzug sei offenbar eine Reaktion auf die Kritik von Bundeskanzler Merz an der mangelnden US-Strategie im Iran-Krieg. Stegner forderte Bundespolitiker auf, weiterhin standhaft zu bleiben. Unterwürfigkeit führe bei US-Präsident Trump zu nichts.
    US-Verteidigungsminister Hegseth hatte zuvor die Verlegung von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Der Abzug soll dem Pentagon zufolge in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Aktuell sind rund 86.000 US-Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.