NATO geht vorerst nicht auf Trump-Drohung ein

Die NATO hat sich zurückhaltend zur Forderung von US-Präsident Trump nach einem Einsatz in der Straße von Hormus geäußert.

    Eine Kartenansicht zeigt den Seeweg der Straße von Hormus an der sich die Tankschiffe stauen, wie man hier an einem Schiff-Tracker (Vesselfinder) auf einem Handy sehen kann.
    Die Straße von Hormus wird zum unüberwindbaren Nadelöhr. (picture alliance / M.i.S. / Bernd Feil)
    Ein Sprecher sagte in Brüssel, Alliierte hätten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Mittelmeer ergriffen. Es sei zudem bekannt, dass einzelne NATO-Mitglieder mit den USA darüber sprächen, was sie darüber hinaus tun könnten - auch im Zusammenhang mit der Sicherheit in der Straße von Hormus. Zur Frage, ob in NATO-Gremien bereits über einen möglichen Bündniseinsatz gesprochen wurde, äußerte sich der Sprecher nicht. Bundesverteidigungsminister Pistorius wandte sich gegen einen NATO-Einsatz. Wörtlich sagte er: "Es ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen." Ähnlich äußerten sich Großbritannien und Spanien. 
    Trump hatte die NATO-Verbündeten zuvor aufgefordert, die Sicherung von Öltransporten in der Meerenge zu unterstützen. Das Bündnis werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump der "Financial Times".
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.