
Zwar wollten alle ein Ende des russischen Angriffskrieges, sagte Stoltenberg der "Welt am Sonntag". Aber ein dauerhafter Frieden müsse gerecht sein. Nur die Ukraine allein könne akzeptable Bedingungen dafür definieren, meinte Stoltenberg.
In Sankt Petersburg setzte gestern eine Delegation aus mehreren afrikanischen Staaten ihre Bemühungen fort, in dem Konflikt zu vermitteln. Der Leiter der Mission, Südafrikas Präsident Ramaphosa, sagte, für beide Seiten sei nun die Zeit gekommen, diesen Krieg zu beenden. Der russische Staatschef Putin begrüßte die Initiative im Grundsatz. Bedingung sei aber, dass mehrere besetzte ukrainische Gebiete als Teil Russlands anerkannt würden. Zuvor hatte sich die afrikanische Abordnung in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj getroffen. Dieser machte Verhandlungen von einem Abzug aller russischen Soldaten aus seinem Land abhängig.
Viele afrikanische Länder leiden unter dem Krieg, durch den sich vor allem die Preise für Getreide stark verteuert haben. Die Ukraine und Russland gehören weltweit zu den größten Exporteuren.
Diese Nachricht wurde am 18.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
