Helsingborg
NATO-Staaten kritisieren "verwirrende Ankündigungen" zu US-Truppenverlegungen

Auf dem NATO-Treffen im schwedischen Helsingborg haben sich mehrere Mitgliedsstaaten über "verwirrende Ankündungen" aus Washington beklagt.

    Die europäische und die NATO Fahne wehen nebeneinander.
    Die europäische und die NATO-Flagge. (imago / Panthermedia / Kirill)
    Schwedens Außenministerin Malmer Stenergard sagte mit Blick auf geplante Verlegungen von US-Truppen in Europa, es sei "nicht immer leicht zu durchschauen". Estlands Außenminister Tsahkna rief die USA zu einem "koordinierten Vorgehen" auf. Sein norwegischer Kollege Barth Eide bekräftigte, die US-Truppenverlagerung müsse "auf strukturierte Weise" geschehen, damit Europa seine Präsenz aufbauen könne.
    US-Präsident Trump hatte gestern angekündigt, 5.000 zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Eine Woche zuvor war in Washington von einem Abzug in ähnlicher Größenordnung die Rede gewesen. US-Außenminister Rubio widersprach in Helsingborg der Auffassung, seine Regierung setze die Stationierung von Truppen als Druckmittel gegenüber NATO-Verbündeten ein. Trump hatte zuvor nach kritischen Worten von Bundeskanzler Merz zum Iran-Krieg den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.