"Arctic Sentry"
NATO startet Planung für Mission in der Arktis - Deutschland zunächst mit vier Eurofightern dabei

Die NATO hat die Planung für eine Mission mit höherer Militärpräsenz in der Arktis gestartet.

    Das Bild zeigt britische Marinesoldaten bei einer Übung in Nordnorwegen. Sie marschieren in einer Kolonne durch den Schnee.
    Seit den 1960er Jahren ist Großbritannien in Nordnorwegen mit Soldaten präsent. Nun soll das Kontingent verdoppelt werden. (Archivbild) (picture alliance / empics / Andrew Milligan)
    Das teilte der Oberbefehlshaber des Bündnisses in Europa, Grynkewich, mit. Ziel der Mission mit dem Namen "Arctic Sentry" sei, die Präsenz der Bündnismitglieder in der Region zu koordinieren. Deutschland wird sich zunächst mit vier Eurofighter-Kampfjets sowie den nötigen Betankungsflugzeugen vom Typ A400M beteiligen. Großbritannien kündigte in dem Zuge an, seine Truppenpräsenz in Norwegen auf 2.000 Mann zu verdoppeln.
    Es sei das erste Mal, dass alle Aktivitäten der NATO und ihrer Mitglieder im Arktisgebiet unter einem Kommando zusammengeführt würden, sagte Generalsekretär Rutte in Brüssel. Bundesverteidigungsminister Pistorius hob die Bedeutung der Arktis für die Sicherheit der Seewege hervor.
    Die europäischen Staaten reagieren damit auf Forderungen von US-Präsident Trump. Dieser hatte im Streit um Grönland eine höhere Militärpräsenz in der Arktis verlangt. Die Regierung in Moskau drohte mit Gegenmaßnahmen, sollten westliche Staaten ihre Präsenz in der Region verstärken.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.