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Nach Zusammenstößen mit Serben
NATO verstärkt KFOR-Truppe im Nordkosovo

Im Kosovo sind rund 500 weitere türkische Soldaten eingetroffen, die dort die NATO-Schutztruppe KFOR verstärken sollen.

05.06.2023
    Türkei, Edirne: Ein türkischer Konvoi fährt nach Kosovo, um die KFOR-Truppe zu unterstützen.
    Türkische Armee unterstützt KFOR in Serbien. (picture alliance/Anadolu Agency/Dogukan Vurgun)
    Das bestätigte das türkische Verteidigungsministerium. Hintergrund sind gewalttätige Auseinandersetzungen mit ethnischen Serben im Nordkosovo, bei denen etwa 30 Soldaten verletzt worden waren.
    Die KFOR-Schutztruppe soll gemäß einer UNO-Resolution von 1999 für Frieden, Demokratie und Sicherheit in der früheren serbischen Provinz Kosovo sorgen. Bislang waren dort 3.800 KFOR-Soldaten stationiert, darunter 350 Türken. Angesichts der jüngsten Spannungen soll die Zahl nun deutlich erhöht werden. Zuletzt hatten immer wieder größere Gruppen von Serben versucht, Verwaltungsgebäude in ihre Gewalt zu bringen. Sie protestieren damit gegen den Ausgang der jüngsten Kommunalwahlen in der Region, die die meisten Serben aus politischen Gründen boykottiert hatten.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.