Basketball
NBA-Boss: Absichtliches Verlieren muss aufhören

Die Basketball-Liga in den USA will ihr Regelwerk anpassen, um absichtliches Verlieren zu verhindern. Das kündigte NBA-Chef Silver am Rande des All-Star-Wochenendes in Los Angeles an.

    NBA-Chef Adam Silver spricht auf einer Pressekonferenz.
    NBA-Chef Adam Silver (IMAGO / Agencia EFE / IMAGO / Angel Colmenares)
    Es müsse einen fairen Prozess geben, um Spieler auf die Teams zu verteilen. Die Liga sei 80 Jahre alt. Es sei an der Zeit mit einem frischen Blick zu schauen, ob das bisherige Vorgehen antiquiert sei.
    In der NBA dürfen - wie im US-Sport üblich - die schlechtesten Teams einer Saison beim sogenannten Draft früher aus dem Pool an Nachwuchskräften auswählen, als die besseren Mannschaften. So will die Liga Chancengleichheit erhalten und verhindern, dass einzelne Teams auf Dauer keine Chance haben, vorne mitzuspielen - und umgekehrt, Seriensieger die Ausnahme bleiben. Das führt dazu, dass Mannschaften früher oder später in einer Saison lieber verlieren, um in der Tabelle nach unten zu rutschen, als auf einem Platz im Mittelfeld zu landen. 
    Die beste Basketball-Liga der Welt hatte zuletzt schon eine halbe Million US-Dollar Strafe an die Utah Jazz und 100.000 US-Dollar an die Indiana Pacers verteilt, weil die Teams gesunde Spieler nicht eingesetzt hatten. Zur Debatte stehe, dass Mannschaften zukünftig auch ihr Rechte auf der Talentbörse verlieren, sagte Silver. 
    Diese Nachricht wurde am 15.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.