Nahost-Konflikt
Netanjahu knüpft Gaza-Rückzug an Entwaffnung der Hamas

Israels Ministerpräsident Netanjahu hat einen Truppenrückzug aus dem Gazastreifen erneut ausgeschlossen.

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu
    Israels Regierungschef Netanjahu will seine Truppen erst dann aus dem Gazastreifen abziehen, wenn die Hamas entwaffnet ist. (imago / UPI Photo / RONEN ZVULUN)
    Die Streitkräfte würden ihre derzeitigen Positionen erst verlassen, wenn die Hamas vollständig entwaffnet sei, erklärte Netanjahu.
    Israel habe dem von den USA vorgelegten Vereinbarungsentwurf nicht zugestimmt. Stattdessen habe man eigene Anmerkungen eingebracht. Zuvor hatten israelische Medien berichtet, die Vorgaben für Angriffe der Armee auf die Hamas seien verschärft worden. Künftig bedürften solche Einsätze der vorherigen Zustimmung des Generalstabschefs. Die Zahl der Angriffe im Gazastreifen sei infolge der neuen Regelung bereits zurückgegangen, heißt es. Eine offizielle Stellungnahme der israelischen Regierung liegt dazu nicht vor.
    Die verschärften Vorgaben stehen im Zusammenhang mit einem Fahrplan des sogenannten Gaza-Friedensrats. Dieser sieht neben einem Stopp israelischer Angriffe die Entwaffnung der islamistischen Hamas sowie weiterer bewaffneter Gruppen im Gazastreifen vor. Der umstrittene Rat wurde von US-Präsident Trump ins Leben gerufen und soll unter anderem den Wiederaufbau des palästinensischen Küstengebiets überwachen.
    Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.