Israel
Netanjahu kündigt Ausbau jüdischer Siedlungen im palästinensischen Westjordanland an

Als Reaktion auf die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch mehrere westliche Staaten hat der israelische Regierungschef Netanjahu einen Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland angekündigt.

    Israels Ministerpräsident Netanjahu steht vor einer blauen Wand mit weißer hebräischer Schrift und neben einer israelischen Flagge. Er sagt etwas und gestikuliert dazu mit beiden Händen.
    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (Archivfoto) (XinHua / dpa )
    Netanjahu erklärte, es werde keinen unabhängigen, palästinensischen Staat geben. Dies würde die Existenz Israels gefährden. Die Autonomiebehörde in Ramallah forderte mehr internationalen Druck auf Israel. Als Beispiele nannte der stellvertretende Außenminister Awadallah einen kompletten Boykott, weitreichende Sanktionen und den Abbruch jeglicher Beziehungen zu Siedlungen. Die Maßnahmen sollten immer schärfer werden, solange Israel nicht zurückstecke, sagte Awadallah der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
    Heute hatten Kanada, Australien, Großbritannien und Portugal Palästina als Staat anerkannt. Der portugiesische Außenminister Rangel sagte, sein Land betrachte die sogenannte Zwei-Staaten-Lösung als einzigen Weg zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten. Ähnlich äußerten sich der britische Premierminister Starmer und Kanadas Regierungschef Carney.
    Diese Nachricht wurde am 21.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.