
In Übereinstimmung mit Richtlinien und Verfahren sei der Antrag zunächst an die Begnadigungsabteilung des Justizministeriums weitergeleitet worden, heißt es.
Das Präsidialamt teilte mit, der Antrag werde nach Einholung aller relevanten Stellungnahmen gewissenhaft geprüft. Gegen Netanjahu läuft seit Jahren ein Prozess wegen des Vorwurfs der Korruption und der Einflussnahme. Er und seine Frau sollen in großem Stil Geschenke angenommen haben. Zudem soll der Regierungschef Einfluss auf die Berichterstattung der größten Zeitung in Israel, "Jedi'ot Achronot", genommen haben. Netanjahu bestreitet die Vorwürfe.
Mit dem Waffenstillstand im Gazastreifen rückten die Fragen nach seiner Zukunft und nach der nächsten Parlamentswahl in Israel wieder in den Vordergrund. Viele Israelis werfen Netanjahu vor, den Krieg nach dem Überfall der Terrororganisation Hamas 2023 auch zur Abwendung seiner möglichen Verurteilung aufrecht erhalten zu haben.
Trump forderte Herzog mehrfach zur Begnadigung Netanjahus auf
US-Präsident Trump hatte Herzog nach der Vereinbarung über eine Waffenruhe mehrfach aufgefordert, Netanjahu zu begnadigen. In einem Brief schrieb Trump Mitte November, er respektiere die Unabhängigkeit der israelischen Justiz, glaube aber, dass die Anklage gegen Netanjahu politisch motiviert und nicht gerechtfertigt sei. Herzog teilte mit, jeder, der eine Begnadigung anstrebe, müsse einen formellen Antrag stellen. Bereits im Oktober hatte Trump während einer Ansprache im israelischen Parlament zur Begnadigung Netanjahus aufgerufen.
Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




