Einnahme von Burg Beaufort im Libanon
Netanjahu spricht von "entscheidender Wendung" - Macron fordert Schweigen der Waffen

Bei den Kämpfen gegen die Hisbollah-Miliz im Süd-Libanon haben israelische Streitkräfte die strategisch wichtige Burg Beaufort eingenommen. Sie haben dort erstmals seit 26 Jahren die israelische Flagge gehisst.

    Das Bild zeigt eine gemauerte Befestigungsanlage auf einem Berg. In der Mitte ist eine israelische Fahne zu erkennen.
    Eine israelische Flagge auf der Festung Beaufort im Süden des Libanon (AFP / -)
    Israels Ministerpräsident Netanjahu bezeichnete die Einnahme der Kreuzritterfestung als entscheidende Wendung. Man sei vereint, entschlossen und stärker als jemals zuvor auf die Burg zurückgekehrt. Das israelische Militär erklärte, die Hisbollah habe aus der Region Angriffe ausgeführt.
    Der libanesische Ministerpräsident Salam warf Israel vor, den südlichen Libanon weitgehend zu zerstören. Dies sei ein Versuch, die Geschichte auszuradieren.
    Frankreichs Präsident Macron erklärte auf X, die Eskalation im Südlibanon sei durch nichts zu recvhtfertigen. Die Waffen müssten umgehend schweigen. Frankreichs Außenminister Barrot verlangte wegen des Vorstoßes im Libanon eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats.
    Formell gilt seit Mitte April zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah eine Waffenruhe.
    Die Festung Beaufort wurde im 12. Jahrhundert errichtet und liegt nördlich des Flusses Litani. Sie war schon früher Teil von Kriegen in der Region.
    Diese Nachricht wurde am 31.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.