Antrag auf Auflösung der Knesset
Netanjahu strebt Neuwahlen in Israel an

In Israel werden vorgezogene Neuwahlen vorbereitet.

    Israels Premier Benjamin Netanyahu (Mitte) hört Energieminister Israel Katz und Justizminister Yariv Levin (li.) zu. Mit in der Knesset auch der Nationale Sicherheitsberater Itamar Ben-Gvir.
    Premier Netanjahu verliert die Zustimmung der Ultraorthodoxen in seiner Regierung. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Maya Alleruzzo)
    Die Regierungskoalition von Ministerpräsident Netanjahu stellte einen Antrag auf Auflösung des Parlaments. Über den Gesetzentwurf könnte nach Berichten israelischer Medien erstmals am 20. Mai abgestimmt werden. Insgesamt muss eine Parlamentsauflösung vier Abstimmungen durchlaufen. Wahlen können frühestens 90 Tage nach Verabschiedung des Gesetzes stattfinden.
    Regulär würde Israel am 27. Oktober eine neue Knesset wählen. Mit den vorzeitigen Wahlen reagiert Netanjahu auf einen möglichen Verlust seiner Parlamentsmehrheit. Ultraorthodoxe Regierungspartner werfen ihm Wortbruch vor, weil er noch kein Gesetz zur Abstimmung vorgelegt hat, das strengreligiöse Talmud-Studenten von der Wehrpflicht befreit.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.