Nahost
Netanjahu will Gespräche mit dem Libanon

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat Gespräche mit dem Libanon in Aussicht gestellt.

    Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel, im Hintergrund sind Flaggen seines Landes zu sehen.
    Benjamin Netanjahu will die Angriffe auf die Hisbollah weitereführen (Archivbild). (AP / dpa / Ohad Zwigenberg)
    Nach wiederholten Bitten des Nachbarlandes habe er sein Kabinett angewiesen, schnellstmöglich direkte Verhandlungen aufzunehmen, teilte Netanjahu mit. Es gehe um die Entwaffnung der Hisbollah und den Aufbau friedlicher Beziehungen zum Libanon. Zuvor hatte der israelische Regierungschef angekündigt, die Attacken gegen die vom Iran unterstützte Miliz fortzusetzen. Nach seiner Darstellung gilt die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran nicht für den Libanon.
    Im Süden des Landes gab es erneut Kämpfe. Bodentruppen der israelischen Armee griffen nach eigenen Angaben Transportwege für Waffen, Abschussvorrichtungen und Gefechtsstände der Hisbollah an. Auch die Hisbollah-Miliz bestätigte Gefechte mit israelischen Soldaten nahe der libanesisch-israelischen Grenze.
    Gestern hatte Israel den Libanon massiv angegriffen. Nach libanesischen Angaben waren rund 200 Menschen getötet und 1.000 verletzt worden.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.