Recycling
Neue EU-Regeln zur Reduzierung von Verpackungsmüll - PFAS in Fast-Food-Verpackungen verboten

Ab heute dürfen in der EU keine fettabweisenden Burger-Boxen oder Gebäckpapiere mit bestimmten Schadstoffen mehr auf den Markt gebracht werden. Die neue EU-Verpackungsverordnung schreibt Grenzwerte für sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in Lebensmittelverpackungen vor. Die Stoffe gelten als gesundheitsschädlich.

    Ein Mülleimer in einer Fußgängerzone nahe des Kölner Dom quillt über.
    Die EU will den Verpackungsmüll in den Mitgliedsländern begrenzen. (IMAGO / Panama Pictures / IMAGO / Christoph Hardt)
    Der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zufolge sind die Grenzwerte für PFAS in der neuen Verordnung so niedrig, dass eine absichtliche Verwendung quasi ausgeschlossen ist. Was in Lagern liegt, darf noch verwendet werden.
    Neben den strengen Grenzwerten bringt die neue Verordnung auch andere weitreichende Veränderungen mit sich. Für Verbraucher dürften die meisten davon allerdings erst ab 2030 sicht- und spürbar werden.

    Pakete sollen so klein wie möglich sein

    Ab dann müssen Verpackungen recyclingfähig und so klein wie möglich sein. Der erlaubte Leerraum in Kartons bei Online-Bestellungen wird auf 50 Prozent begrenzt. Der Platz, der mit Papier, Luftpolsterfolie, oder Styropor-Chips gefüllt ist, gilt auch als Leerraum. Ebenfalls ab 2030 sind bestimmte Einwegplastikverpackungen für unverarbeitetes frisches Obst und Gemüse untersagt, zum Beispiel Plastik-Netze. Auch sind etwa sehr leichte Plastiktüten verboten - außer sie werden aus Hygienegründen oder für lose Lebensmittel benötigt und wirken so der Lebensmittelverschwendung entgegen.
    Bis 2029 soll außerdem in allen EU-Ländern ein Pfand-System für Flaschen und Getränkedosen eingeführt werden.

    Fast 178 Kilo Verpackungsmüll pro Einwohner

    Verpackungsmüll ist ein großes Problem. Im Jahr 2023 fielen dem EU-Statistikamt Eurostat zufolge 177,8 Kilogramm Verpackungsabfälle pro Einwohner an. Die neuen Regeln sollen dafür sorgen, dass der Verpackungsmüll in der EU bis 2040 schrittweise um mindestens 15 Prozent im Vergleich zu 2018 reduziert wird. Bis 2030 sollen es 5 Prozent weniger sein, 10 Prozent bis 2035.

    Weiterführende Informationen

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    Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.