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Neue Forschungen zum Kräftemessen der SupermächteMachtpoker im Kalten Krieg

Am 8. Dezember 1987 unterschrieben Michail Gorbatschow und Ronald Reagan den INF-Vertrag über die Verschrottung atomarer Mittelstreckenraketen in Europa. Damit durchbrachen sie die Logik des Kalten Krieges, wonach Misstrauen und maximale Abschreckung das Verhalten gegenüber der anderen Seite bestimmten.

Von Andreas Beckmann | 07.12.2017

US-Präsident Ronald Reagan (r) und der sowjetische Parteichef Michail Gorbatschow unterzeichnen am 08.12.87 in Washington den INF-Vertrag zur Vernichtung der atomaren Mittelstreckenraketen (Archivfoto). Reagan ist nach langem Kampf gegen seine Alzheimer-Erkrankung im Alter von 93 Jahren gestorben. Reagan, der von 1981 bis 1989 als 40. Präsident im Weißen Haus amtierte, starb am Samstag (05.06.2004) um 13.09 Uhr Ortszeit (22.09 Uhr MESZ) im Kreis seiner engsten Familienangehörigen in Bel Air in Kalifornien.
US-Präsident Ronald Reagan (r) und der sowjetische Parteichef Michail Gorbatschow unterzeichnen am 08.12.87 in Washington den INF-Vertrag zur Vernichtung der atomaren Mittelstreckenraketen (Photoreporters)
Zum ersten Mal schien eine gemeinsame Sicherheitspolitik trotz ideologischer Gegensätze möglich. Doch nach dem bald folgenden Ende der Sowjetunion geriet dieser Ansatz in Vergessenheit, der Kalte Krieg schien für den Westen gewonnen. Nach einer Phase relativer Ruhe fürchten aber heute viele Beobachter angesichts der Konflikte um die Krim oder Korea, dass die Welt am Beginn neuer globaler Konfrontationen stehen könnte. Forscher aus aller Welt beschäftigen sich deshalb wieder intensiver mit der Geschichte des Kalten Krieges, fragen, wie er begann und wie er befriedet wurde. Dabei nehmen sie nicht nur die beiden Supermächte in den Blick, sondern untersuchen auch die Rolle kleinerer Länder und zivilgesellschaftlicher Organisationen.

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