Streit um EU-Budget bis 2034
Neue irische EU-Ratspräsidentschaft: "Ohne Kompromiss kein Etat"

Die neue irische EU-Ratspräsidentschaft mahnt im Streit über den nächsten, mehrjährigen Haushalt der Union zu Kompromissbereitschaft.

    Der irische Regierungschef Martin steht vor Journalisten mit Mikrofonen und spricht.
    Der irische Regierungschef Martin (picture alliance / PA Images / Liam McBurney)
    Sonst werde es keinen Etat geben, sagte der irische Regierungschef Martin in Cork. Er erwarte sehr harte Verhandlungen. Martin sprach von entgegengesetzten Positionen einiger größerer Mitgliedstaaten - etwa in der Frage der Höhe des Haushalts und der Finanzierung. Bundeskanzler Merz hatte den Vorschlag der EU-Kommission als unbezahlbar und unausgewogen zurückgewiesen. Dieser sieht ein Budget in Höhe von fast 2 Billionen Euro für die Jahre 2028 bis Ende 2034 vor. Weiterer Konfliktpunkt sind Gemeinschafts-Schulden, die unter anderem Deutschland ablehnt, während etwa Frankreich und Italien die sogenannten Eurobonds befürworten.
    Irland hatte zum Monatswechsel turnusmäßig den EU-Ratsvorsitz für sechs Monate übernommen.
    Diese Nachricht wurde am 02.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.