Kirche
Neue Missbrauchsstudie: Erzbistum Paderborn kündigt Konsequenzen und zusätzliche Aufarbeitung an

Das Erzbistum Paderborn hat Konsequenzen aus den Ergebnissen einer neu veröffentlichten Missbrauchsstudie angekündigt.

    Der Erzbischof von Paderborn Udo Markus Bentz während einer Rede
    Der Erzbischof von Paderborn, Udo Markus Bentz (Archivbild) (Thomas Banneyer / dpa / Thomas Banneyer)
    Die Studie zeige, dass Vorfälle verharmlost und bagatellisiert worden seien, teilte Erzbischof Bentz mit. Er bat im Namen der Kirche von Paderborn um Verzeihung. Bentz erklärte, es gehe nicht nur um individuelles Fehlverhalten, sondern um institutionelles Versagen. Man werde den bisherigen Weg der Aufarbeitung kritisch mit den Erkenntnissen der Studie abgleichen. Dazu solle auch eine unabhängige Kommission beitragen.
    Im Erzbistum Paderborn haben in den Jahren 1941 bis 2002 mehr Priester Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht als bisher bekannt. Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Studie im Auftrag der örtlichen Universität.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.