Iran
Neue Proteste in Teheran und weiteren Städten

Aus Teheran und anderen Städten im Iran werden neue Proteste von Regimegegnern gemeldet.

    Eine Protestaktion vor einem Geschäft in der iranischen Stadt Kermānschāh.
    Auch gestern gab es wieder Proteste wie hier in der Stadt Kermānschāh. (IMAGO / Middle East Images / IMAGO / Kamran)
    Videos in Sozialen Medien zeigen große Menschenansammlungen in der iranischen Hauptstadt sowie etwa in den Städten Rascht, Täbris und Schiras. Die Echtheit der Videos ließ sich nur teilweise überprüfen. Wegen der seit Tagen andauernden Sperre des Internets dringen nur wenige Informationen aus dem Land nach außen.
    Die iranische Führung hatte Demonstranten mit harten Repressalien gedroht. Der Generalstaatsanwalt sagte im Staatsfernsehen, jeder, der an Protesten teilnehme, könne als "Feind Gottes" angesehen werden. Im Iran kann dies die Todesstrafe bedeuten.
    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen erklärte, sie verurteile die gewaltsame Unterdrückung der legitimen Demonstrationen auf das Schärfste. Sie verlangte die sofortige Freilassung aller festgenommenen Demonstranten und die vollständige Wiederherstellung des Internetzugangs in dem Land.
    Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.