Dienstag, 19.01.2021
 
Seit 00:05 Uhr Fazit
StartseiteForschung aktuellUnterwasser-Lärm gefährdet auch Seesterne und Muscheln08.02.2016

Neue StudieUnterwasser-Lärm gefährdet auch Seesterne und Muscheln

Es gibt immer wieder Hinweise darauf, dass der Lärm von Offshore-Baustellen oder auch von Schiffsmotoren Fische und Wale stört. Jetzt haben britische Forscher festgestellt, dass auch Krustentiere, Seesterne oder Muscheln von Unterwasserlärm gestört werden. Wie Jasmin Godbold, Co-Autorin der Studie, berichtet, werden die Tiere oftmals in bedrohlicher Weise untätig.

Drei schwarze Schlangensterne unter Wasser.  (Imago / blickwinkel )
Schwarzer Schlangestern. (Imago / blickwinkel )

Bisher habe sich die Forschung nur auf Meeressäugetiere und Fische konzentriert, sagte Jasmin Godbold. Nun wollte man auch in den Blick nehmen, inwieweit andere Wasserbewohner unter Lärm leiden, der von Menschen erzeugt wird. Krustentiere hätten eine "unheimlich wichtige Stellung im Meeres-Ökosystem.

Untersucht wurden die Lärmauswirkungen auf den Schlangenstern - ein Verwandter des Seesterns -, auf die Langustine sowie auf die Manila-Muschel.

Diese Tiere ließen sich sehr stark von Geräuschen aus dem Schiffsverkehr sowie von Offshore-Bauarbeiten beeinflussen, sagte Godbold. "Die Manila-Muschel hat sich zum Beispiel ganz geschlossen und überhaupt nicht mehr bewegt." Bei der Langustine sei es ähnlich gewesen. Sie habe aufgrund des Lärms nur noch in ihrem Bau gesessen und somit kein Wasser mehr durch den Bau gepumpt. "Das hat sich dann negativ auf den Nährstoffkreislauf in dem Sediment ausgewirkt."

Das gesamte Interview können Sie sechs Monate in unserem Audio-Player nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk