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Neuer Besucherrekord auf der Computergrafik-Messe Siggraph

Mehr als 50.000 Besucher zog es in diesem Jahr nach Los Angeles zur "Siggraph", der wichtigsten Messe für Computergrafik. Das Themenspektrum reichte von neuen Entwicklungswerkzeugen über Virtuelle Realität bis hin zur rechnergestützten Filmproduktion.

Maximilian Schönherr, Manfred Kloiber |
    Mit der Rechenleistung heutiger Heimcomputer lassen sich inzwischen zu Hause beachtliche Computergrafiken und Animationen erzeugen. Da verwundert es nicht, daß ein großer Teil der Aussteller auf der diesjährigen Siggraph Produkte für diesen Bereich anbot. Die meisten 3D-Animationsprogramme für PCs erfuhren in diesem Jahr eine Rundumerneuerung, neue Versionen wurden angekündigt. Sie sollen mehr Funktionen besitzen, etwa die besonders schwierige Visualisierung digitaler Kleidungsstücke wie im angekündigten neuen 3D-Studio-Max-R2 von Kinetix, einem Highlight der Messe. Auch in der zweidimensionalen Animation wird immer häufiger 3D-Software eingesetzt. Ein Beispiel: Disney ließ für seinen kommenden Herkules-Film eine vielköpfige Hyrda als dreidimensionales Modell erstellen und animieren. Erst in einem zweiten Arbeitsgang wurde die Ästhetik an die eines Zeichentrickfilms angepaßt.

    Nicht nur die Nähe zur Filmhauptstadt Hollywood war dafür verantwortlich, daß digitale Produktion und Nachbearbeitung von Videodaten einen weiteren Schwerpunkt der Siggraph bildeten. Bessere Techniken, um verwackelte Kameraaufnahmen zu korrigieren, und neue Effektmodule sorgten für Aufsehen. Ein wichtiges Thema in der Zukunft, so meinten viele Experten, werden Simulationsverfahren sein. Bei ihnen werden komplexe Bewegungen größerer Objekte mit Hilfe von Verhaltensregeln für kleinere Teilstücke realisiert. Als ein Beispiel zeigte die Firma Alias-Wavefront realistische, digitale Wellen samt Brandung.