Fußball
Neuer DFB-Geschäftsführer Rettig bittet um Unterstützung

An seinem ersten Arbeitstag hat der neue DFB-Geschäftsführer Rettig um Verständnis und Kooperation gebeten. Er wisse, dass er nicht der Wunschkandidat des FC Bayern München gewesen sei, sagte der ehemalige Bundesligamanager. Er kenne das belastete Verhältnis zum Deutschen Fußball-Bund, strebe aber einen offenen Austausch mit den Verantwortlichen in München an, der nicht an "persönlichen Animositäten" scheitern sollte.

18.09.2023
    DFB-Präsident Bernd Neuendorf stellt in einer Pressekonferenz Andreas Rettig (r) als neuen Geschäftsführer Sport vor.
    Der neue DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig (r.) mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf (Thomas Frey / dpa / Thomas Frey)
    Hintergrund ist, dass Bayerns Aufsichtsratsmitglied Rummenigge nach der Ernennung Rettigs aus der DFB-Taskforce ausgetreten war. In der Vergangenheit hatte es mehrfach Differenzen zwischen Rettig und anderen Bundesliga-Verantwortlichen gegeben. Dazu zählen der Chef der Deutschen Fußball Liga Watzke und DFB-Sportdirektor Völler. Beide zeigten sich aber überzeugt, dass Rettigs künftige Arbeit nicht vom Streit der Vergangenheit überschattet werden dürfe.
    Mit Blick auf die vor ihm liegenden Aufgaben meinte der neue DFB-Geschäftsführer, er werde sicher keine Langeweile bekommen - die Situation sei wirtschaftlich herausfordernd und sportlich schwierig. Rettig betonte, dass die Suche nach einem neuen Bundestrainer ganz allein in der Hand von Sportdirektor Völler liege.
    Diese Nachricht wurde am 18.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.