Kino
Neuer Film "Bitteres Fest": Regisseur Almodóvar sieht moralische Grenzen bei Autofiktion

Inwieweit darf ein Künstler Details aus dem Leben seiner Mitmenschen in seinem Werk verarbeiten und wo beginnt Ausbeutung des eigenen Umfelds? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Regisseur Pedro Almodóvar in seinem neuen Film "Bitteres Fest". Bei der Autofiktion gebe es moralische Grenzen, sagte Almodóvar im Deutschlandfunk.

    Pedro Almodòvar hält den Goldenen Löwn in den Händen.
    Pedro Almodòvar nimmt in Venedig den Goldenen Löwen entgegen (Archivbild) (Joel C Ryan / Invision / AP / dpa)
    Man müsse sich bei autofiktionalem Schreiben immer die Frage stellen, ob man sich selber wirklich Gutes tue oder anderen Menschen damit schade, erklärte Almodóvar . Von sich selbst zu reden, sei delikat. Man gehe das Risiko ein, andere Menschen zu verletzen. Er selber habe sich immer bemüht, dies nicht zu tun. Gleichwohl empfinde er der Autofiktion gegenüber keine Abscheu, betonte der Regisseur. Es handle sich dabei ganz einfach um ein eigenes Genre.
    Pedro Almodóvar gilt als bekanntester Regisseur Spaniens. Sein Film "Alles über meine Mutter" wurde im Jahr 2000 mit einem Oscar und einem Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Für seinen Film "The Room Next Door" bekam er 2024 beim Filmfestival von Venedig den Goldenen Löwen.

    Mehr zum Thema

    Bitteres Fest – Der neue Film von Pedro Almodóvar
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.