Lausitz
Neuer Lehramts-Studiengang soll Sorbisch an Schulen fördern

Das Land Brandenburg will erstmals Grundschullehrkräfte für das Fach Sorbisch ausbilden und die Minderheitensprache in der Niederlausitz vor dem Aussterben bewahren. Der neue Studiengang startet ab Herbst an der Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

    Laut Hochschule sind zwölf Studienplätze jährlich geplant. Bewerbungen um einen Studienplatz sind ab 27. April möglich. Auch eine Juniorprofessur wird ausgeschrieben.
    In Brandenburg lernen derzeit mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche regelmäßig die sorbische Sprache. An sechs Schulen wird bilingualer Unterricht ermöglicht, die Sprache also auch in Fächern wie Mathe, Sachkunde, Musik oder Kunst gesprochen. An 22 weiteren Schulen wird Sorbisch als Sprache unterrichtet. Bislang werden Lehrkräfte am Institut für Sorabistik der Universität Leipzig ausgebildet.
    Die Sorben sind eine anerkannte slawische Minderheit in Deutschland. In der Region Lausitz im Süden Brandenburgs und in Sachsen leben um die 60.000 Sorbinnen und Sorben. Sie haben eine reiche kulturelle Tradition mit zahlreichen Bräuchen.
    Diese Nachricht wurde am 11.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.