
Das Institut für Bienenkunde und Imkerei in Veitshöchheim warnt, dass der Parasit in spätestens zwei Jahren Bayerns Bienenvölker erreichen könnte. Die Tropilaelaps-Milbe gilt als noch gefährlicher als die seit rund 50 Jahren bekannte Varroamilbe. Sie befällt vor allem die Brut, reißt Wunden in die Puppen und schwächt die Entwicklung der Bienen. Zudem steigt die Anfälligkeit für Infektionen und Viren, was das Überleben der Völker gefährden kann.
Derzeit wird im Labor daran geforscht, wie sich die Milbe erkennen und bekämpfen lässt. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Ameisensäure und Brutpausen wirksam sein können; also eine Zeit, in der keine Brut im Volk ist, weil die Tropilaelaps-Milbe nur kurze Zeit ohne die Puppen überleben können. Die bayerischen Imker sollen frühzeitig sensibilisiert und geschult werden, um Schäden zu minimieren.
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
