Naher Osten und Nordafrika
Neuer UNESCO-Lehrstuhl in Brandenburg soll Digitalisierung von gefährdetem Kulturerbe in Krisenregionen entwickeln

Die Technische Hochschule Brandenburg soll sich gezielt der Digitalisierung von kulturellem Erbe in Krisengebieten im Nahen Osten und Nordafrika widmen. Dafür hat die UNO-Organisation UNESCO einen neuen Lehrstuhl eingerichtet.

    Ein Gebäude der Technischen Hochschule Brandenburg mit einer roten Fassade und zwei turmartigen Gebilden.
    Die Technische Hochschule Brandenburg in Brandenburg an der Havel (Archivbild) (picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild / Soeren Stache)
    Laut einer Mitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission und der Hochschule ist es das Ziel, Verfahren zu entwickeln, mit denen die Dokumentation und virtuelle Darstellung von materiellem und immateriellen Kulturerbe praxisnah und kosteneffizient gelingen kann. So sollen etwa Museen, Bibliotheken und historische Stätten virtuell rekonstruiert und so zugänglicher werden.
    Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Böhmer, erklärte, das kulturelle Erbe sei in Krisenregionen besonders gefährdet. Digitale Technologien eröffneten Möglichkeiten, dieses Erbe für kommende Generationen zu bewahren und zugänglich zu machen. Für den neuen Lehrstuhl soll die Technische Hochschule Brandenburg mit Partnern im Irak, Libanon, Jordanien, Sudan, Oman und künftig auch in Syrien zusammenarbeiten.
    Es ist der 17. UNESCO-Lehrstuhl in Deutschland. Die Einrichtungen sollen die Kooperation von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und gesellschaftlichen Akteuren in Ländern des Globalen Südens, in Deutschland und Europa fördern.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.