Budapest
Neuer ungarischer Ministerpräsident Magyar vereidigt - "erster Tag der Systemwende"

In Ungarn hat das neue Parlament den konservativen Politiker Magyar als Ministerpräsidenten gewählt. In der konstituierenden Sitzung des Parlaments in Budapest legte Magyar seinen Amtseid ab. 140 der 199 Abgeordneten stimmten für den bürgerlichen Politiker.

    Peter Magyar geht durch das Parlamentsgebäude in Budapest. Er trägt einen schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte.
    Peter Magyar trifft zu seiner Vereidigung im ungarischen Parlament ein. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Denes Erdos)
    In seiner Rede versprach Magyar, Ungarn zu dienen und nicht zu herrschen. Heute sei der erste Tag der "Systemwende". Magyars konservative Tisza-Partei verfügt in dem Abgeordnetenhaus über eine Zweidrittelmehrheit. Mit ihrem Wahlsieg Mitte April beendete sie die 16-jähige Regierungszeit des rechtsnationalistischen Ministerpräsidenten Orbán. Magyar kann durch die Zweidrittelmehrheit im Budapester Parlament umfassende Veränderungen vornehmen.
    Vor Amtsantritt hatte er angekündigt, gegen Korruption vorzugehen, das Gesundheitswesen zu verbessen und unter anderem das Mediensystem neu aufzustellen. Er versprach auch, die Beziehungen zur Europäischen Union zu verbessern.
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.