Budapest
Neuer ungarischer Ministerpräsident Magyar vereidigt - "erster Tag der Systemwende"

In Ungarn hat das neue Parlament den konservativen Politiker Magyar als Ministerpräsidenten gewählt.

    Peter Magyar geht durch das Parlamentsgebäude in Budapest. Er trägt einen schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte.
    Peter Magyar trifft zu seiner Vereidigung im ungarischen Parlament ein. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Denes Erdos)
    In der konstituierenden Sitzung des Parlaments in Budapest legte Magyar den Amtseid ab. In seiner Rede versprach er, nicht zu "herrschen" und Ungarn stattdessen zu dienen. Heute sei der erste Tag der "Systemwende". Magyars konservative Tisza-Partei verfügt in dem Abgeordnetenhaus über eine Zweidrittelmehrheit und kann somit umfassende Veränderungen voranbringen. Mit dem Wahlsieg Mitte April beendete sie die 16-jähige Regierungszeit des rechtsnationalen Ministerpräsidenten Orbán.
    Vor Amtsantritt hatte Magyar angekündigt, gegen Korruption vorzugehen, das Gesundheitswesen zu reformieren und unter anderem das Mediensystem neu aufzustellen. Er stellte auch bessere Beziehungen zur Europäischen Union in Aussicht.
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.