Tarifkonflikte
Neuer Verdi-Warnstreik im ÖPNV hat begonnen - Einigung bei Bahn und Gewerkschaft GDL

Viele Busse und Bahnen in Deutschland fahren heute und morgen nicht - im öffentlichen Personennahverkehr hat der von der Gewerkschaft Verdi ausgerufene Warnstreik begonnen. Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und ihren Lokomotivführern gibt es dagegen eine Einigung.

    Verdi-Fahnen sind an den Frontscheiben zweier nebeneinander stehenden Straßenbahnen angebracht (Köln, 02.02.2026)
    Bereits Anfang Februar hatte die Gewerkschaft Verdi zu einem Wanrstreik aufgerufen - hier zwei Straßenbahnen in Köln mit Fahnen der Gewerkschaft (Archivfoto vom 02. Februar 2026) (picture alliance/dpa | Henning Kaiser)
    Der Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr betrifft fast ganz Deutschland - nur in Niedersachsen, Baden-Württemberg und in den Städten Bremerhaven, Aachen und Wuppertal sollen Busse und Bahnen wie geplant fahren. Insgesamt hat Verdi die Beschäftigten in rund 150 Verkehrsunternehmen und Busbetrieben zum Ausstand aufgerufen.

    Staus im Berufsverkehr erwartet

    Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Canyurt, sagte, seit dem frühen Morgen stünden Busse, U-Bahnen und Trams wie angekündigt still. Dadurch dürfte es in den größeren Städten auch zu Staus im Berufsverkehr kommen.
    Bereits Anfang Februar war der Nahverkehr bestreikt worden. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen für die rund 100.000 ÖPNV-Beschäftigten. Verdi fordert unter anderem höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastungen beim Schichtdienst.

    Einigung zwischen Bahn und Gewerkschaft GDL

    Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und ihren Lokomotivführern gibt es dagegen eine Einigung. Das teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer - GDL - in der Nacht mit. Einzelheiten sollen heute bekannt gegeben werden.
    Damit sind Streiks bei der Bahn abgewendet. Die entscheidende fünfte Verhandlungsrunde in Berlin hatte am Montag begonnen; Ende des Monats hätte die Friedenspflicht geendet. Es ist die erste Tarifrunde zwischen beiden Seiten ohne Arbeitsniederlegungen seit 2018. In den nun beendeten Verhandlungen hatte die Gewerkschaft unter anderem bis zu acht Prozent mehr Geld gefordert.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.