Montag, 20. Mai 2024

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Neues Museum "MiQua" in Köln
Schwerpunkt jüdische Geschichte und Kultur

Im Archäologischen Quartier in Köln wurde der Grundstein für das Museum "MiQua" gelegt, das auf und unter dem Rathausplatz entstehen soll. Es zeigt 2000 Jahre Stadtgeschichte. Schwerpunkte sind die jüdische Geschichte und Kultur der Neuzeit.

Matthias Hennies im Gespräch mit Mascha Drost | 28.06.2018
    Grundsteinlegung des Jüdischem Museums MIQUA in Köln. Im Bild der fertig bearbeitete Grundstein aus Kalkstein, gewonnen in der Nähe von Caen (Normandie). Die Schriften sind jetzt in den Stein eingetrieben. Lediglich abschließende Feinarbeiten und Optimierungen stehen noch aus. Anschließend muss der Stein noch gesäubert werden. Das Foto wurde in der Werkstatt des Steinmetzes Markus Heindl in der Dombauhütte zu Köln aufgenommen. Köln Nordrhein-Westfalen Deutschland
    Der fertig bearbeitete Grundstein aus Kalkstein für das Jüdische Museum MIQUA in Köln (imago / Klaus W. Schmidt)
    Die Basis des neuen Museums sind archäologische Ausgrabungen im historischen Stadtzentrum Kölns, die 2000 Jahre Ortsgeschichte von der Römerzeit bis zum Zweiten Weltkrieg dokumentieren. Im Mittelpunkt steht das Leben der Jüdischen Gemeinde Kölns, die bis zu ihrer Vertreibung im 15. Jahrhundert hier ihr Wohnviertel hatte. Darauf geht auch der Museumsname "MiQua" zurück: Er steht für die Mikwe, das jüdische Ritualbad, und das Archäologische Quartier vor dem Historischen Rathaus.
    Geschichte sinnlich erfahrbar machen
    Bis es zur Grundsteinlegung kam, musste das außergewöhnliche Museumsprojekt allerdings auch einige Hindernisse überwinden. In der rund 6.000 Quadratmeter großen unterirdischen Ebene soll ein archäologischer Rundgang als Dauerausstellung eingerichtet werden. Unser Reporter Matthias Hennies beobachtet die Entstehung des Museums seit vielen Jahren und nennt es "außergewöhnlich": "Es zeigt, was Archäologie kann, es kann Geschichte sinnlich erfahrbar machen, wenn man einen solchen Rundgand durch die Jahrtausende ganz dicht am Originalobjekt hat." Das ganze Gespräch hören Sie hier: