Justiz
Neuseeland: Attentäter von Christchurch will Schuldgeständnis anfechten

Sieben Jahre nach dem Terrorangriff auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch hat der verurteilte Attentäter die Aufhebung seines Schuldgeständnisses beantragt.

    Gerichtsgebäude im neuseeländischen Christchurch.
    Gerichtsgebäude im neuseeländischen Christchurch. (picture alliance / NurPhoto / Sanka Vidanagama)
    Er führte an, während des Gerichtsprozesses unter "qualvollen und unmenschlichen" Haftbedingungen gelitten zu haben. Das habe ihn unfähig gemacht, rationale Entscheidungen zu treffen. Die Anhörung ist auf fünf Tage angesetzt. Sollte dem Antrag auf Aufhebung des Schuldgeständnisses stattgegeben werden, müsste der Fall neu verhandelt werden.
    Im Jahr 2019 hatte der Australier in der neuseeländischen Stadt 51 Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Er übertrug seine Attacke per Helmkamera live im Internet. Die Tat löste weltweit Entsetzen aus. Es ist der schlimmste Anschlag in der Geschichte Neuseelands. Der Attentäter wurde zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.