Regierungsbildung gescheitert
Neuwahlen im Kosovo am 28. Dezember

Die Präsidentin des Kosovos, Osmani, hat nach der erneut gescheiterten Regierungsbildung für Ende Dezember Neuwahlen angekündigt.

    Vjosa Osmani, Präsidentin des Kosovo, steht hinter einem Rednerpult.
    Vjosa Osmani, Präsidentin des Kosovo (picture alliance / Anadolu / Erkin Keci)
    Nach einem Treffen mit den Vorsitzenden mehrerer Parteien habe man sich auf den 28.12. geeinigt, sagte die Staatschefin in Pristina. Gestern war die Wahl eines Ministerpräsidenten fast zehn Monate nach der Parlamentswahl zum zweiten Mal gescheitert, sodass Neuwahlen erforderlich wurden. Die prowestliche VV-Partei des kommissarischen Ministerpräsidenten Kurti hatte bei der Abstimmung im Februar zwar gewonnen, aber die absolute Mehrheit verfehlt. Über Monate war das Parlament blockiert, weil die Parteien sich nicht über die Besetzung von wichtigen Regierungsposten einigen konnten. Das Kosovo hatte sich 2008 für unabhängig von Serbien erklärt. Es kommt aber immer wieder zu Spannungen zwischen der Mehrheit der ethnischen Albaner und der serbischen Minderheit.
    Diese Nachricht wurde am 20.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.