
Freitag, 7. August
+++ Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben einen Verteidigungspakt geschmiedet.
Vertreter der drei Staaten unterzeichneten in Dschidda ein entsprechendes Dokument, wie das pakistanische Außenministerium und der Sender Al-Arabija berichteten. Das Abkommen legt demnach fest, dass jeder bewaffnete Angriff auf einen der drei Staaten als ein Angriff auf sie alle betrachtet wird. Mit dem Verteidigungspakt solle "die gemeinsame Abschreckung gegen jegliche Aggression" gestärkt werden, hieß es weiter. Ein Grund für das Schmieden des Verteidigungspakts zum jetzigen Zeitpunkt sind nach Angaben aus saudiarabischen Militär- und Regierungskreisen der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Region und die ganze Welt.
+++ In Saudi-Arabien sind nach Angaben des Militärs elf Zivilisten bei Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz verletzt worden.
Die Attacken der militanten Islamisten seien am späten Agabend in der Region Nadschran erfolgt, die im Süden an der Grenze zum Jemen liegt. Die Angriffe erfolgten offenbar im Zuge oder nur kurz nach der Eskalation von Kämpfen zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Islamisten und den Regierungstruppen im benachbarten Jemen.
+++ Israel will nach Angaben des Libanon seine Truppen aus weiteren Gebieten im Süden des Landes zunächt nicht zurückziehen.
Dies gelte, solange die libanesische Armee nicht die volle Kontrolle über die beiden ersten sogenannten "Pilotzonen" habe. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen des libanesischen Präsidialamtes nach Gesprächen zwischen beiden Ländern. In den "Pilotzonen" sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen. Die israelische Armee würde sich dann schrittweise zurückziehen. Wenn der Ablauf in der Praxis funktioniert, soll er auf weitere Gebiete ausgeweitet werden. Israel und der Libanon hatten sich im Juni nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf ein entsprechendes Abkommen geeinigt. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung
+++ Bei Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf jemenitische Regierungskräfte sind Berichten zufolge mindestens 58 Menschen getötet worden.
Die Huthi setzten Drohnen und Raketen ein. Die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung kündigte Vergeltung an. Die Angriffe richteten sich nach Angaben des Militärs gegen einen Stützpunkt in der zentraljemenitischen Provinz Marib sowie gegen Lager in der Provinz Hadramaut nahe der Grenze zu Saudi-Arabien. Beide Provinzen sind reich an Ressourcen. Die Eskalation nährt Befürchtungen, dass der Bürgerkrieg wieder aufflammt.
Donnerstag, 6. August
+++ Die israelische Armee bestätigt den Tod von zwei Soldaten im Südlibanon.
Das israelische Militär hat den Tod zweier Soldaten bei Gefechten im Süden des Libanon gemeldet. Demnach sind vier weitere Soldaten verletzt worden. Es handelt sich um die ersten israelischen Todesopfer seit Inkrafttreten einer fragilen Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten libanesischen Hisbollah-Miliz im Juni.
+++ Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO hat einen weiteren Zwischenfall vor der Küste des Oman gemeldet.
Der Kapitän eines Tankers habe während der Durchfahrt der Straße von Hormus zwei Explosionen gehört. Der Zwischenfall ereignete sich demnach rund 17 Kilometer südöstlich der Stadt Kumzar, die in der gleichnamigen Bucht an der Meerenge liegt. Schiff und Besatzung blieben den Angaben zufolge unversehrt.

Mittwoch, 5. August
+++ Der Iran und der Oman haben sich nach Angaben aus Teheran auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt.
Beide Seiten hätten sich auf die "geografischen Koordinaten" für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Eine gemeinsame Erklärung werde derzeit fertiggestellt.
+++ Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigener Darstellung im Roten Meer erneut einen Öltanker angegriffen.
Ein Sprecher der Miliz erklärte, es handle sich um ein saudisches Schiff, das man vor der Hafenstadt Yanbu mit Raketen beschossen habe. Es sei das achte Schiff, das man seit dem Ausrufen der Blockade angegriffen habe. Die Huthi hatten vor rund zwei Wochen ein Durchfahrt-Verbot für saudische Schiffe im Roten Meer angekündigt. Die schiitische Miliz ist mit dem Iran verbündet.
+++ US-Verteidigungsminister Hegseth hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach fast 80 Prozent der Abwehrraketen für ein wichtiges Raketenabwehrsystem des US-Militärs im Iran-Krieg aufgebraucht seien.
Hegseth schrieb auf der Plattform X zu einem entsprechenden Banner des TV-Senders CNN, dieses Banner sei nicht wahr. CNN solle sich "schämen". Er sprach von Fake-News-Medien. Der TV-Sender berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen, US-Militärkommandeure warnten davor, dass die Munitionsbestände des Pentagons "gefährlich niedrig" seien. In dem CNN-Bericht heißt es, das US-Militär habe seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die Hälfte seiner Patriot-Abfangraketen eingesetzt. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) steht für ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann.
Dienstag, 4. August
+++ In Rom sind israelische und libanesische Regierungsvertreter zu direkten politischen Gesprächen zusammengekommen.
Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, das Treffen zur Umsetzung des Sicherheitsabkommens solle bis Donnerstag dauern. Es gehe vor allem darum, Bedrohungen für Israel zu beseitigen und die staatliche Autorität im Süden des Libanon wiederherzustellen. Die Gespräche finden inmitten anhaltender Spannungen statt. Libanesischen Berichten und Augenzeugen zufolge hatte das israelische Militär erst am Wochenende Einrichtungen der Hisbollah-Miliz in mehreren Orten des Nachbarlandes gezielt zerstört.
+++ Israels Ministerpräsident Netanjahu hat einen Truppenrückzug aus dem Gazastreifen erneut ausgeschlossen.
Die Streitkräfte würden ihre derzeitigen Positionen erst verlassen, wenn die Hamas vollständig entwaffnet sei, erklärte Netanjahu. Israel habe dem von den USA vorgelegten Vereinbarungsentwurf nicht zugestimmt. Stattdessen habe man eigene Anmerkungen eingebracht. Zuvor hatten israelische Medien berichtet, die Vorgaben für Angriffe der Armee auf die Hamas seien verschärft worden. Künftig bedürften solche Einsätze der vorherigen Zustimmung des Generalstabschefs. Die Zahl der Angriffe im Gazastreifen sei infolge der neuen Regelung bereits zurückgegangen, heißt es. Eine offizielle Stellungnahme der israelischen Regierung liegt dazu nicht vor.
+++ Im Gazastreifen sind 112 Palästinenser beigesetzt worden, deren Leichen fast drei Jahre nach einem israelischen Luftangriff aus den Trümmern geborgen worden waren.
Die Toten wurden am Dienstag bei einem Massenbegräbnis in der Stadt Gaza beerdigt, teilte der Zivilschutz des von der Hamas kontrollierten Innenministeriums mit. Demnach gehörten die Opfer zu den mehr als 300 Menschen, die am 22. November 2023 bei einem Luftangriff auf einen Wohnblock im Stadtteil Sabra ums Leben kamen. Einsatzkräfte hätten die Leichen nach 136 Stunden Suche am Wochenende geborgen. Unter den Toten seien 40 Kinder, 30 Frauen und sieben Menschen mit Behinderungen gewesen. Weitere 157 Menschen werden laut Zivilschutz noch unter den Trümmern vermisst.
+++ In der Straße von Hormus ist vor der Küste des Oman erneut ein Schiff attackiert worden.
Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt meldete, wurde der Frachter von einem unbekannten Geschoss getroffen. In der Straße von Hormus haben iranische Streitkräfte seit Beginn des Kriegs Ende Februar immer wieder Tanker und andere Schiffe angegriffen.
+++ Die USA befinden sich nach Aussage von Präsident Trump derzeit wieder in Gesprächen mit dem Iran.
Dabei gehe es in einer ersten Phase um eine schnelle Öffnung der Straße von Hormus. Das iranische Außenministerium bestätigte die Gespräche bisher nicht. Es informierte lediglich über neue bilaterale Verhandlungen mit dem Oman. Der katarische Außenministeriumssprecher Madsched a-Ansari schrieb zu den Gesprächen: "Wir prüfen eine diplomatische Lösung." Zu Einzelheiten äußerte er sich nicht.
Montag, 3. August
+++ US-Präsident Trump hat neue Gespräche mit dem Iran als "letzte Chance" für Teheran bezeichnet.
Man befände sich in Gesprächen - und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Er bekräftigte, dass diverse Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. "Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen", sagte er mit Blick auf den Iran.
Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die "Denuklearisierung" des Irans gehen - das werde länger dauern, räumte Trump ein.
+++ US-Präsident Trump hat eine Fortsetzung der Seeblockade gegen den Iran bekanntgegeben.
Die US-Armee werde die iranischen Häfen so lange blockieren, bis es "ein Abkommen oder eine vollständige Kapitulation" Teherans gebe, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
+++ Der Iran verhandelt nach Angaben von Außenamtssprecher Baghai mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus.
Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte Baghai nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Diese neue Schiffsroute könnte vorübergehend genutzt werden, bis es eine endgültige Regelung gebe.
+++ Der Iran hat erklärt, dass er derzeit keine Verhandlungen mit den USA führt.
Der Sprecher des Außenministeriums, Baghaei, erklärte, dass der Iran derzeit nur mit dem Oman über eine vorübergehende sichere Route durch die Straße von Hormus verhandele. Baghaei fügte hinzu, dass eine Einigung mit Oman nicht ausreiche, um die Straße wieder vollständig zu öffnen, da sich die Lage nicht ändern werde, solange die "US-Aggression" andauere.
+++ Aus aktuellen Schifffahrtsdaten geht hervor, dass am Wochenende nur zwei mit saudischem Öl beladene Frachtschiffe das Rote Meer verlassen haben.
Die Tanker "Lesvos" und "Desh Vaibhav" passierten die Meerenge Bab al-Mandab demnach mit abgeschalteten AIS-Transpondern. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hatten am 20. Juli ein See-Embargo gegen Saudi-Arabien ausgerufen und in der Folge ihre Angriffe auf Schiffe ausgeweitet. Die britische Seeschifffahrts-Behörde UKMTO hatte erst kürzlich drei Angriffe auf Tanker gemeldet.
+++ Die Aussicht auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise am frühen Morgen deutlich fallen lassen.
Der Preis für die Nordseesorte Brent sank um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar. Zusätzlich unter Druck gerieten die Preise durch das Ölkartell "Opec Plus", das abermals eine Erhöhung seiner Förderquote beschloss. Saudi-Arabien, Russland und fünf weitere Länder verständigten sich darauf, im September die Produktion um 188.000 Barrel pro Tag anzupassen. Zum Vorgehen für Oktober bis Dezember wurden keine Angaben gemacht.
+++ Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO hat einen weiteren Zwischenfall vor der Küste des Oman gemeldet.
Der Kapitän eines Tankers habe von einer Explosion in unmittelbarer Nähe seines Schiffes berichtet. Der Zwischenfall ereignete sich demnach rund 37 Kilometer nordöstlich der omanischen Hafenstadt Khasab. Schiff und Besatzung blieben den Angaben zufolge unversehrt.
+++ US-Präsident Trump hat neue Gespräche mit dem Iran angekündigt.
Die Verhandlungen würden im Laufe des heutigen Tages aufgenommen, sagte Trump an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One. Zuletzt hatte er einen vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran verkündet. Gestern hatte der Iran erklärt, seine Verhandlungen mit dem Oman über Durchfahrtsrechte für die Straße von Hormus befänden sich in der Endphase. Die Zukunft der Schifffahrt durch die Meerenge gehört zu den zentralen Konfliktpunkten.
Sonntag, 2. August
+++ Der Iran stellt eine Wiederöffnung der Straße von Hormus trotz derzeit laufender Gespräche mit dem Oman vorerst nicht in Aussicht.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Baghaei, sagte im Staatsfernsehen, die Meerenge werde keinesfalls in den Zustand vor dem 28. Februar, dem Tag des Kriegsbeginns, zurückkehren. Die Gespräche zielen nach Angaben Baghaeis darauf ab, einen "gemeinsamen Mechanismus" zu finden. Was das im Einzelnen heißt, sagte er nicht.

+++ Das Ölkartell "Opec Plus" hat abermals eine Erhöhung seiner Förderquote beschlossen.
Saudi-Arabien, Russland und fünf weitere Länder verständigten sich darauf, im September die Produktion um 188.000 Barrel pro Tag anzupassen. Zum Vorgehen für Oktober bis Dezember wurden keine Angaben gemacht. Der Irankrieg hat den Ölpreis nach oben getrieben und Tanken nahezu weltweit verteuert. Die Opec hatte zuletzt mehrmals ihre Fördermenge erhöht. Laut Beobachtern bedeutet das aber nicht automatisch, dass mehr Öl auf den Weltmarkt gelangt. Große Produzenten wie Saudi-Arabien erreichten bei der Förderung in den vergangenen Monaten gar nicht die ihnen zugeteilte Höchstmenge. Das liegt vor allem an der Teilblockade der Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des saudischen Öls transportiert werden müsste.
+++ Saudi-Arabiens Kronprinz bin Salman hat US-Präsident Trump in einem Telefonat zur Deeskalation aufgerufen.
Der faktische Herrscher des einflussreichen Königreichs habe Dialog angemahnt, um eine weitere Eskalation zu verhindern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Es müsse alles unternommen werden, um die Lage zu beruhigen und den Weg für diplomatische Lösungen zu ebnen. Ziel sei es, die Sicherheit und Stabilität der Region zu wahren und ein Abrutschen in einen größeren Konflikt mit regionalen und internationalen Folgen zu verhindern.
+++ Der Iran betrachtet Drohungen seiner Gegner auch dann als "real und glaubwürdig", wenn sie Teil von psychologischer Kriegsführung sind.
Das sagte Verteidigungsminister al-Resa staatlichen Medien zufolge. "Wir werden uns weder überraschen lassen noch passiv bleiben", sagte er. Der Iran werde Drohungen als Grundlage nutzen, um seine militärische Bereitschaft zu erhöhen, die Abschreckung zu stärken und seine militärischen Fähigkeiten auszubauen.
+++ Die USA wollen nach Angaben von Präsident Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran verzichten.
Die Vereinigten Staaten seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform "Truth Social". Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
+++ Irans Außenminister Araghtschi hat in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Kollegen Faisal bin Farhan vor einer neuen militärischen Eskalation gewarnt.
Die Streitkräfte seines Landes würden auf jeden Akt der Aggression entschlossen reagieren, schrieb Araghtschi auf der Plattform Telegram. Im Falle neuer Angriffe müssten die USA, Israel sowie beteiligte Staaten in der Golfregion die volle Verantwortung dafür tragen, warnte er.
+++ Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Kämpfer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon getötet.
Sie hätten sich in der "Sicherheitszone" im Gebiet des Gebirgskamms Ali al-Taher befunden und seien "eliminiert" worden, teilte die Armee mit. Bei dem Einsatz sei auch ein israelischer Soldat verletzt worden. Eine Reaktion der pro-iranischen Schiitenmiliz lag zunächst nicht vor.
Samstag, 1. August
+++ Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fortgesetzt.
Palästinensischen Angaben zufolge gab es dabei im Laufe des Tages drei Tote und mehrere Verletzte. Zwei Menschen seien in der Stadt Gaza und ein weiterer in Deir al-Balah getötet worden. Dort sei ein Lager einer Klinik getroffen worden, teilte die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde mit. Medikamente und medizinische Ausrüstung seien zerstört worden. Israels Armee teilte mit, sie habe Waffenlager der Hamas ins Visier genommen, darunter eines neben dem Krankenhaus. Sie warf der Terrororganisation vor, medizinische Einrichtungen für ihre Zwecke zu missbrauchen.
+++ Der Iran hat nach Angaben Kuwaits ein Regierungsgebäude und weitere "wichtige Einrichtungen" in dem kleinen Golfstaat angegriffen.
Auch Fahrzeuge eines Unternehmens wurden nach Angaben des Außenministeriums mit Drohnen angegriffen. Die Armee teilte mit, die Streitkräfte hätten seit dem frühen Morgen feindliche Drohnen bemerkt und abgeschossen. Durch herabfallende Trümmerteile habe es einige Schäden gegeben, aber keine Opfer. Die Armee sprach wie zuvor von einer "iranischen Aggression" gegen Kuwait. Kuwait wurde zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten im Krieg besonders häufig angegriffen. In dem Land sind wie in den weiteren Golfstaaten US-Soldaten stationiert.
+++ Der Iran droht Nachbarländern wegen ihrer Kooperation mit den USA.
Nach Medienberichten über eine bevorstehende große US-Angriffswelle auf den Iran droht Teheran Nachbarländern in der Region. Der Kommandeur der zentralen Militärführung Ali Abdollahi Aliabadi sagte laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, muslimische Länder sollten ihre Kooperation mit den USA überdenken, andernfalls könnten sie zum Ziel iranischer Angriffe werden.
+++ Vor der Küste des Oman wurden zwei Tanker angegriffen.
In der für den internationalen Ölhandel wichtigen Straße von Hormus sind vor der Küste des Omans zwei Tanker angegriffen worden. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt meldet, wurde ein Frachter von einem unbekannten Geschoss getroffen. Dieses habe Schäden am Maschinenraum verursacht. Es gebe keine Verletzten oder Umweltschäden. Ein weiterer Tanker sei durch eine Explosion beschädigt worden.
Freitag, 31. Juli
+++ US-Präsident Trump hat weitere Angriffe auf den Iran angekündigt.
"Wir werden sie sehr hart treffen", sagte er bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David. Er nannte keinen Zeitrahmen und wurde auch sonst nicht konkreter: "Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können." Der Iran habe nach den bisherigen Angriffen noch einige militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, fügte Trump hinzu.

+++ Die Terrororganisation Hamas hat laut US-Präsident Trump einer Entwaffnung und Entmilitarisierung des Gazastreifens zugestimmt.
Trump erklärte in seinem Onlinedienst, es handele sich um ein historisches Abkommen. Die Vereinbarung sei während Gesprächen erzielt worden, die im Rahmen von Trumps gegründetem sogenannten "Friedensrat" stattgefunden hätten. Aus Diplomatenkreisen hieß es, Details müssten noch ausgearbeitet werden. Außerdem fehle noch die Zustimmung Israels. Die israelische Regierung hatte bislang Zweifel an den bisherigen Vorschlägen zur Entwaffnung der Hamas und schloss einen Rückzug der Truppen im Gazastreifen aus.
Der "Friedensrat" ist umstritten, da er auch als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen gesehen wird. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben den USA unter anderem Israel, Ägypten, Katar und die Türkei. Deutschland ist kein Mitglied. Ein erklärtes Hauptziel des Gremiums ist eine dauerhafte Friedenslösung im Gazastreifen.
Donnerstag, 30. Juli
+++ Saudi-Arabien hat nach Angriffen auf seine Schiffe ein Militärbündnis angekündigt zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer und um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab.
Teil der Allianz sind nach saudischen Angaben 14 Länder, darunter die Golfstaaten Kuwait, Katar und Bahrain sowie Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien. Das Bündnis solle die Freiheit der Schifffahrt sowie internationale Routen für Handel und die weltweite Energieversorgung schützen, teilte das saudische Verteidigungsministerium nach einem Treffen in Riad mit.

Die Ankündigung folgt auf Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen vergangene Woche gegen saudische Schiffe. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus exportiert Saudi-Arabien einen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline ans Rote Meer. Durch die neuen Angriffe der Huthi wird aber auch dieser Exportweg unsicherer.
+++ Der Iran fordert Bulgarien auf, die vorübergehende Stationierung von US-Militärflugzeugen auf dem Luftwaffenstützpunkt Besmer zu überdenken.
Irans Außenminister Araghtschi bezeichnete in einem Telefonat mit seiner bulgarischen Amtskollegin Petrowa-Tschamowa die Genehmigung als "Beihilfe zu einer Aggression" gegen sein Land, wie iranische Staatsmedien berichten. In einem weiteren Gespräch mit dem zyprischen Außenminister Kombos drängte Araghtschi darauf, dass ausländische Militärbasen auf Zypern nicht gegen den Iran eingesetzt werden.
Das bulgarische Parlament hat die Stationierung von bis zu acht US-Tankflugzeugen und 250 Soldaten gebilligt. Auf Zypern befinden sich zwei britische Militärstützpunkte, die den USA für Verteidigungsschläge gegen iranische Raketen zur Verfügung stehen.
+++ Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat sich die US-Wirtschaft zwischen April und Juni unerwartet deutlich abgekühlt.
Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal nur um 1,5 Prozent auf das Gesamtjahr hochgerechnet zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten mit robusteren Ergebnissen gerechnet. Im ersten Quartal hatten die USA noch ein Wachstum von 2,1 Prozent verzeichnet, wie aus Zahlen des Ministeriums hervorgeht.
+++ Eine Mehrheit der Amerikanerinnen und Amerikaner ist laut einer Umfrage nicht vom Krieg gegen den Iran überzeugt.
Der Krieg sei den Aufwand nicht wert, sagten etwa zwei Drittel der Befragten in einer Erhebung der Nachrichtenagentur AP mit dem Umfrageinstitut Norc. Dem stimmten auch 37 Prozent der Republikaner zu. Die Umfrage wurde vom 23. bis 27. Juli vorgenommen, als die USA und der Iran ihre Angriffe nach einer fast zweiwöchigen Eskalation des Konflikts ausgesetzt hatten.
+++ Der Krieg lässt die Wirtschaft von Saudi-Arabien einbrechen.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des weltgrößten Ölexporteurs fiel im zweiten Quartal um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Statistikbehörde Gastat auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Grund für den Rückgang war demnach ein Einbruch des Ölgeschäfts um 24,7 Prozent. Die anderen Wirtschaftsbereiche wuchsen dagegen um 0,9 Prozent.

+++ Bei einem iranischen Angriff auf Kuwait ist nach Angaben des Militärs ein Mensch getötet worden.
Getroffen worden sei ein Gebäude eines chinesischen Unternehmens im Norden des Landes, teilte das kuwaitische Militär mit. Bei dem Toten handele es sich um einen Arbeiter.
+++ Die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise erhöhen die Gewinne beim britischen Energiekonzern Shell.
Im zweiten Quartal erwirtschaftete Shell trotz Produktionsausfällen im Nahen Osten einen um Sonderposten bereinigten Gewinn von umgerechnet 8,6 Milliarden Euro. Das waren 42 Prozent mehr verglichen mit dem Vorquartal. Vor allem das Gasgeschäft, die Förderung und die Chemiesparte trugen zum Zuwachs bei.
+++ Das jordanische Militär hat nach eigenen Angaben fünf Raketen aus dem Iran abgeschossen.
Die Luftabwehr habe die Raketen, die Jordanien zum Ziel gehabt hätten, "abgefangen und abgeschossen", erklärte ein Sprecher der jordanischen Armee. Opfer wurden demnach nicht verzeichnet.
+++ Bei dem US-Angriff auf die iranische Insel Keschm sind iranischen Medien zufolge drei Menschen getötet worden.
Es handele sich um drei Mitglieder einer Familie: den Vater, die Mutter und ihr zweijähriges Kind, meldete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Medizinische Universität Hormosgan. Zwei weitere Kinder seien verletzt worden.
+++ Das US-Militär hat die jüngste Angriffswelle gegen den Iran am frühen Morgen für abgeschlossen erklärt.
Das zuständige Regionalkommando Centcom teilte mit, man habe innerhalb von zwei Stunden Dutzende Stellungen der iranischen Revolutionsgarden angegriffen. Ziele seien militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen gewesen.
+++ Nach Beginn der neuen Angriffe des US-Militärs gegen Ziele im Iran haben örtliche Medien in der Nacht Explosionen im Süden des Landes gemeldet.
Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtete über Angriffe unter anderem in der Provinz Buschehr, der Stadt Ahwas und auf der Insel Keschm.
+++ Die US-Streitkräfte haben wieder Ziele im Iran angegriffen.
Nach mehreren Tagen ohne gegenseitige Attacken teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit, es handele sich um eine entschlossene Reaktion auf den zuvor erfolgten iranischen Angriff. In der Nacht auf Mittwoch hatten die Revolutionsgarden einen amerikanischen Stützpunkt in Jordanien mit ballistischen Raketen attackiert, die alle abgefangen worden sein sollen. Dieser war zwar auch schon in den vergangenen Wochen Ziel iranischer Angriffe. Anders als bislang erfolgte der Beschuss aber nicht als Reaktion auf vorherige Angriffswellen der USA, sondern nach einer mehrtägigen, gegenseitigen Gefechtspause. Centcom hatte daraufhin von einem "Überraschungsangriff" gesprochen.
In der Folge drohte Präsident Trump dem Regime in Teheran mit harten Vergeltungsangriffen.
Mittwoch, 29. Juli
+++ Im Hafen von Damietta im Norden Ägyptens ist auf zwei Schiffen ein Brand ausgebrochen.
Betroffen waren ein Regasifizierungsschiff - eine schwimmende LNG-Terminalanlage - und ein Speicherschiff, teilte das ägyptische Erdölministerium mit. Die Situation sei schnell unter Kontrolle gebracht worden. Einsatzkräfte und Feuerwehrteams hätten den Brand nach den geltenden Notfallplänen bekämpft. Verletzte oder Tote habe es nicht gegeben. Eine Ursache für den Brand wurde nicht genannt. Die zuständigen Behörden arbeiteten daran, die Folgen des Brandes zu bewerten.
+++ Die USA haben neue Sanktionen gegen den Iran verhängt.
Die Strafmaßnahmen richten sich gegen acht Tanker und zehn Unternehmen, wie das US-Finanzministerium auf seiner Website mitteilte. Sechs der betroffenen Unternehmen haben ihren Sitz in China. Zuvor hatte US-Präsident Trump in einem Interview des Fernsehsenders Fox News harte Vergeltungsmaßnahmen gegen den Iran angekündigt.

+++ Die irakische Präsidentschaft hat die Angriffe auf Iran-treue Milizen im Land scharf verurteilt.
Die Bombardierungen seien ein inakzeptabler Angriff und ein eklatanter Verstoß gegen die Souveränität des Landes, erklärte das Präsidialamt auf der Online-Plattform X. Zudem richteten sie sich gegen offizielle Sicherheitsinstitutionen und verstießen gegen das Völkerrecht. Man lehne jegliche Angriffe auf irakisches Staatsgebiet ab. Der Irak dürfe weder als Ausgangspunkt noch als Schauplatz für Angriffe auf Nachbarstaaten oder zur Austragung regionaler und internationaler Konflikte genutzt werden, hieß es.
+++ Im Nordirak hat es lokalen Angaben zufolge erneut Drohnenangriffe auf Stellungen iranisch-kurdischer Oppositionsgruppen gegeben.
Die Demokratische Partei Kurdistan-Iran (PDKI) teilte mit, innerhalb weniger Tage zweimal Ziel von Drohnenangriffen geworden zu sein. Der jüngste Angriff erfolgte demnach am Mittag. Es habe keine Verletzten gegeben. Es seien lediglich Gras- und Weideflächen in Brand geraten. Die Partei äußerte sich zunächst nicht dazu, wer für die Angriffe verantwortlich ist.
Die PDKI ist eine von mehreren iranisch-kurdischen Oppositionsgruppen mit Sitz in der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak. Sie lehnen die iranische Regierung ab.
+++ Nach einem neuen iranischen Angriff auf US-Ziele im Nahen Osten hat US-Präsident Trump Vergeltung angekündigt.
"Wir werden sie hart treffen. Sie werden ordentlich Prügel kriegen", zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Gespräch. Trump hat dem Iran im Zuge des monatelangen Kriegs immer wieder mit schweren Angriffen gedroht, nicht immer folgten auf die Drohungen Taten.
+++ Die international anerkannte Regierung des Jemen hat der pro-iranischen Huthi-Miliz im Land vorgeworfen, Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen im Roten Meer und der Meerenge Bab-al-Mandab erheben zu wollen.
Die Miliz arbeite mit Unterstützung aus Teheran an der Entwicklung eines entsprechenden Systems, sagte Informationsminister al-Eriani. Die Meerenge Bab-al-Mandab liegt zwischen dem Jemen im Osten und Eritrea und Dschibuti im Westen. Sie zählt zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Seit der Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Krieges wurde die Seeroute über Bab-el-Mandab immer wichtiger.
+++ Die durch die USA und Saudi-Arabien angegriffene proiranische Miliz im Irak meldet mindestens 20 Todesopfer.
Mehr als 30 Mitglieder seien verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung. Saudi-Arabien und die USA hatten die Angriffe mit Drohnenattacken durch die Miliz begründet. Die Schläge auf irakischem Boden lösten Unruhe bei der Regierung in Bagdad aus. Ministerpräsident al-Saidi forderte ein sofortiges Sicherheitstreffen.
+++ Das US-Militär hat gemeinsam mit den Streitkräften Saudi-Arabiens Angriffe auf Stellungen proiranischer Milizen im Irak geflogen.
Ziel seien mehrere Logistik- und Waffenlager im Osten des Landes gewesen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Man habe damit auf über 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden reagiert. Weiter hieß es, die von den iranischen Revolutionsgarden gesteuerten Milizen müssten ihre Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden. Saudi-Arabien hatte zuvor erklärt, bereits den zweiten Tag in Folge Drohnen abgeschossen zu haben. Diese seien von proiranischen Kräften im Irak gestartet worden und hätten auf Ölanlagen gezielt.
Das Verteidigungsministerium in Riad betonte, man wolle keine Eskalation, werde aber auf jede Aggression reagieren.
Das Verteidigungsministerium in Riad betonte, man wolle keine Eskalation, werde aber auf jede Aggression reagieren.
+++ Die US-Streitkräfte haben neue Angriffe des Iran abgewehrt.
Nach mehreren Tagen ohne gegenseitige Angriffe teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit, dass die Revolutionsgarden einen "Überraschungsangriff" auf im Nahen Osten stationierte amerikanische Einheiten mit ballistischen Raketen versucht hätten. Allerdings seien alle iranischen Geschosse erfolgreich abgefangen worden. Die Revolutionsgarden bestätigten Angriffe auf einen Stützpunkt in Jordanien. Dieser war zwar auch schon in den vergangenen Wochen Ziel iranischer Attacken, allerdings waren diese stets erst als Reaktion auf vorherige Angriffswellen des US-Militärs erfolgt.
Weiter teilten die Revolutionsgarden mit, sie hätten in der Straße von Hormus drei Öltanker an der Durchfahrt gehindert. Die Schiffe seien getroffen und zum Halten gebracht worden.
Dienstag, 28. Juli
+++ Der Iran hat nach Angaben von Staatsmedien Gespräche mit Oman und Saudi-Arabien über die Straße von Hormus geführt.
Außenminister Araghtschi habe in getrennten Telefonaten mit seinen omanischen und saudiarabischen Amtskollegen die "Notwendigkeit betont, gemeinsame diplomatische Bemühungen voranzutreiben, um Stabilität in der Region zu schaffen und die durch die aggressiven Handlungen der USA verursachte Unsicherheit in der Straße von Hormus zu beseitigen", heißt es.
Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat der Oman dem Iran einen Vorschlag für einen gemeinsamen regionalen Mechanismus zur Verwaltung der Straße von Hormus unterbreitet. Der Vorstoß basiert demnach auf einem Modell, bei dem Nutzer der Meerenge freiwillig Gebühren entrichten - ähnlich wie bei der Straße von Malakka in Südostasien. Der Vorschlag wird offenbar von Staaten der Nahost-Region unterstützt.
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