Newsblog zur Lage im Nahen Osten
Die Entwicklungen vom 11. bis 28. Juli 2026

Wir halten Sie über den Krieg im Iran und in der Golf-Region auf dem Laufenden. In diesem Archiv finden Sie die Entwicklungen vom 11. bis 28. Juli.

    Das Bild zeigt eine Rakete nach dem Start mit einem Feuerschweif.
    Eine von iranischem Gebiet abgeschossene Rakete. (Archivbild zur Illustration des Themas) (AFP / -)
    Zu den aktuellen Entwicklungen geht es hier.

    Dienstag, 28. Juli

    +++ Der Iran hat nach Angaben von Staatsmedien Gespräche mit Oman und Saudi-Arabien über die Straße von Hormus geführt.

    Außenminister Araghtschi habe in getrennten Telefonaten mit seinen omanischen und saudiarabischen Amtskollegen die "Notwendigkeit betont, gemeinsame diplomatische Bemühungen voranzutreiben, um Stabilität in der Region zu schaffen und die durch die aggressiven Handlungen der USA verursachte Unsicherheit in der Straße von Hormus zu beseitigen", heißt es.
    Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat der Oman dem Iran einen Vorschlag für einen gemeinsamen regionalen Mechanismus zur Verwaltung ‌der Straße von Hormus unterbreitet. Der ​Vorstoß basiert demnach auf einem Modell, bei dem Nutzer der ​Meerenge freiwillig Gebühren entrichten - ähnlich wie bei der Straße von Malakka in Südostasien. Der Vorschlag wird offenbar von Staaten der ‌Nahost-Region unterstützt.
    Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz.
    Irans Außenminister Araghtschi (Archivbild). (Tatyana Makeyeva/Pool AFP/dpa)

    +++ Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr trotz der Belastungen infolge des Iran-Kriegs ein Mini-Wachstum geschafft.

    Trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt etwas zugelegt haben, heißt es im Bundesbank-Monatsbericht Juli. Eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für den Zeitraum April bis Juni 2026 veröffentlicht das Statistische Bundesamt am Donnerstag. Volkswirte rechnen mit 0,1 Prozent Plus zum Vorquartal.

    +++ ​Angesichts von Milliardengewinnen von Ölkonzernen als Folge des Iran-Krieges haben die Grünen ihre Forderung ‌nach einer ⁠Übergewinnsteuer bekräftigt.

    Die hohen Einnahmen seien inakzeptabel und führten zu einer unanständigen Situation, sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Kellner, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Milliardenbeträge sollten vom Staat mit einer Abgabe belegt werden. Dieses Geld könnte dann dazu verwendet werden, die Stromsteuer für alle zu senken, erklärte Kellner. Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Anstieg des Ölpreises führte bei etlichen Energiekonzernen zu erheblichen Mehreinnahmen. So steigerte etwa das ⁠französische Unternehmen "Total Energies" seinen Nettogewinn ‌im zweiten Quartal um 67 Prozent auf sechs Milliarden US-Dollar.
    Die Grünen hatten bereits im Juni einen Antrag zur Einführung einer Übergewinnsteuer in den Bundestag eingebracht. Mit ihrem Vorstoß scheiterten sie aber im ​Finanzausschuss des Bundestages, der das Vorhaben mit den Stimmen von Union, SPD ‌und AfD ablehnte.

    +++ US-Präsident Donald Trump hat sich zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung mit dem Iran geäußert.

    Trump sprach von einer "guten Chance" für eine Einigung. Teheran dementierte allerdings weiterhin direkte Gespräche. "Wir werden sehen, was passiert", sagte Trump an Bord der Air Force One. Sollten die Bemühungen scheitern, würden die USA "zu dem zurückkehren, was wir vor zwei Tagen gemacht haben", drohte der US-Präsident.
    Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran hatten Washington und Teheran seit Freitag keine weiteren gegenseitigen Angriffe gemeldet. Der Iran erklärte seinerseits, seine "Vergeltungsmaßnahmen" eingestellt zu haben.

    +++ Der israelische Ministerpräsident Netanjahu kommt heute nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Trump in Washington zusammen.

    Die Beziehung zwischen Netanjahu und Trump hatte sich zuletzt wegen unterschiedlicher Vorstellungen im Iran-Krieg abgekühlt. Trump sagte am Montag, dass er und Netanjahu mit Blick auf den Iran zwar eine "kleine Unstimmigkeit" hätten, aber ziemlich nah beieinander lägen.
    Netanjahu will in der US-Hauptstadt zudem an der Trauerfeier für den gestorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen. Der 71-jährige Senator war vor rund zwei Wochen überraschend gestorben. In der Nationalkathedrale ist eine Trauermesse geplant, bei der Trump eine Rede halten will.

    Montag, 27. Juli

    +++ Das Börsenbarometer ist nach anhaltender Feuerpause gestiegen.

    Infolge der Angriffspause der USA und des Iran ist das Börsenbarometer für den Dax um 1,22 Prozent auf 25.405 Punkte gestiegen. Der Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets erläuterte, ob es nun zu einem nachhaltigen Ausbruch komme, hänge jedoch maßgeblich davon ab, wie lange die Waffenruhe dieses Mal dauere und ob tatsächlich Fortschritte in den Gesprächen zu erkennen seien.

    +++ Wasserknappheit im Süd-Iran nach jüngsten US-Angriffen Anfang Juli.

    Rund 120.000 Menschen im Süden des Irans müssen infolge von US-Angriffen mit Wasserknappheit kämpfen.18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan. Zehn Anlagen seien bei den Luftangriffen vollständig zerstört worden.

    Dem Bericht nach wurde zu Beginn der jüngsten Eskalation Anfang Juli eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Gheschm durch die Angriffe außer Betrieb gesetzt. Dadurch sei die Wasserversorgung für rund 120.000 Menschen beeinträchtigt worden.

    +++ Die Ölpreise sind nach anhaltender Feuerpause gesunken.

    Der Ölpreis ist um rund fünf Prozent, auf rund 92 Dollar für ein Barrel der Nordseesorte Brent, abgesackt. Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich auf gut 84 Dollar.
    Vorausgegangen war die dritte Nacht ohne Angriffe am Persischen Golf. Seit Freitagabend wurden keine Luftangriffe der USA im Iran gemeldet. Der Iran seinerseits verübte keine Angriffe auf US-Verbündete in der Region.

    +++ USA wollen weiteres Militär in den Nahen Osten verlegen.

    Die USA haben die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte im US-Sender CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen.

    Sonntag, 26. Juli

    +++ In der Straße von Hormus ist nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker durch eine Seemine beschädigt worden.

    Das Schiff sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen, berichteten mehrere iranische Nachrichtenagenturen. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Weder das für die Region zuständige US-Kommando noch die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt UKMTO bestätigten den Zwischenfall.

    Der Iran fordert von Handelsschiffen die Einhaltung einer festgelegten Passage durch die Meerenge und beansprucht die Kontrolle darüber für sich.

    +++ Nach zwei Nächten ohne US-Angriffe hat der Iran nach eigenen Angaben seine Attacken auf Ziele in der Region ebenfalls eingestellt.

    Ein Armeesprecher erklärte, man habe die Vergeltungsmaßnahmen gestoppt. Die USA befänden sich in einer schwierigen Lage und suchten wahrscheinlich nach einer neuen Strategie. Zugleich drohte er damit, das Kriegsgebiet auszuweiten, sollten die USA ihre Luftangriffe fortsetzen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf bereits erfolgte Attacken der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer. 

    US-Präsident Trump hatte am Freitag erklärt, er erwäge neue, massivere Angriffe auf den Iran. Es gebe aber auch Verhandlungen, die von Tag zu Tag ernsthafter würden. 

    +++ Der Iran meldet Fortschritte bei den Gesprächen mit dem Oman über die Verwaltung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus.

    Mehrere Verhandlungsrunden zwischen den stellvertretenden Außenministern beider Länder hätten in den vergangenen beiden Tagen in Teheran stattgefunden, erklärte ein Sprecher. Dabei sei es um gemeinsame Prinzipien und Mechanismen des Betriebs für den sicheren Schiffsverkehr unter Berücksichtigung der Hoheitsrechte beider Staaten gegangen. Im vergangenen Monat hatten der Oman und der Iran Gespräche über die Einführung von Durchfahrtgebühren für die Straße von Hormus angekündigt.

    Samstag, 25. Juli

    +++ Erstmals seit fast zwei Wochen hat die US-Armee in der vergangenen Nacht keine Ziele im Iran angegriffen.

    Das Land habe eine friedliche Nacht erlebt, erklärte ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums. Auch das US-Einsatzkommando gab keine Mitteilung über US-Angriffe heraus.

    +++ Luftabwehrsysteme in Saudi-Arabien haben zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgeschossen.

    Ziel seien Ölraffinerien in der Stadt Yanbu am Roten Meer gewesen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf griechische Sicherheitskreise. Das eingesetzte Abwehrsystem wird demnach von griechischem Militärpersonal ⁠bedient. Der ⁠saudische Zivilschutz gab ⁠nach anfänglichen Warnungen für Yanbu und die südliche ⁠Hafenstadt Jizan Entwarnung. Berichte über Schäden lagen ⁠zunächst nicht vor. Griechenland ‌hat seit 2021 im Rahmen eines Abkommens ein US-Patriot-Luftabwehrsystem in Saudi-Arabien stationiert, um die Energieinfrastruktur des Königreichs ​zu schützen.

    +++ Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet nach dem sprunghaften Anstieg der Ölpreise keinen Versorgungsengpass.

    Deutschland und andere Länder in Europa bezögen Öl aus vielen verschiedenen Quellen, sagte DIW-Ökonomin Holz der Deutschen Presse-Agentur. Importe von Rohöl, Benzin und Diesel aus dem Persischen Golf hätten in Europa auch vor der Unterbrechung der Lieferungen nur eine untergeordnete Rolle gespielt, so die Expertin. Weil der Ölmarkt aber international vernetzt sei, spüre man auch hierzulande den hohen Preis.
    Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent war zuletzt auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Die Lage hatte sich Anfang des Monats wieder verschärft, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten.

    +++ Nach den Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen dem benachbarten Königreich Vergeltung geschworen.

    Die Angriffe auf zivile Ziele würden nicht ungestraft bleiben, zitierte die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba aus einer Mitteilung der militanten Islamisten. Laut dem iranischen Sender Press TV folgten in der Nacht Gegenangriffe der Huthi in Saudi-Arabien. Demnach gab es unter anderem Explosionen in der Hafenstadt Yanbu. Auch die Küstenstadt Dschisan soll mit Raketen attackiert worden sein.

    +++ Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat Angriffe auf Ziele der militant-islamistischen Huthi-Miliz im Jemen geflogen.

    Die attackierten Stellungen in der Provinz Hudaida seien genutzt worden, um die kommerzielle Schifffahrt im Roten Meer zu gefährden. Ein den Huthis nahestehender Fernsehsender meldete hingegen, die Angriffe hätten auch Einrichtungen der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft in der Stadt Hudaida getroffen. Dem Sender zufolge griffen saudische ‌Streitkräfte zudem die Insel Kamaran vor der jemenitischen Westküste an.

    Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hatte zuletzt für die Meerenge Bab-al-Mandab eine Seeblockade gegen Schiffe aus Saudi-Arabien verhängt und Frachter angegriffen.

    +++ Das US-Militär hat ‌den Tanker "M/T Lavine" im Golf ​von Oman manövrierunfähig geschossen.

    Das ​Schiff habe mindestens viermal versucht, ‌eine Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen, teilte ein Vertreter der Regierung in Washington mit. Ein Sprecher des zuständigen US-Zentralkommandos sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die Besatzung des Schiffes gewarnt worden sei und den Befehlen nicht Folge geleistet habe. Das Militär habe daraufhin auf den Maschinenraum geschossen. Es ist das zweite Handelsschiff, das seit der Wiederaufnahme der Blockade durch das US-Militär außer Gefecht gesetzt wurde.
    Weiter teilte Centcom mit, dass es auf der Route bislang insgesamt 12 Schiffe umgeleitet habe.

    Freitag, 24. Juli

    +++ Während sich US-Angriffe zumeist auf den Süden des Irans beschränkt hatten, meldet die Islamische Republik nun US-Beschuss im Norden.

    Eine Marinebasis am Kaspischen Meer sei getroffen worden, berichteten staatliche Medien unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Gilan. Auch in Piranschahr im nördlichen Iran an der Grenze zum Irak seien Projektile eingeschlagen, hieß es in einem separaten Bericht unter Berufung auf den örtlichen Katastrophenschutz. Das US-Militär hatte zuletzt von neuen Angriffen auf Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen im Süden des Iran gesprochen.

    +++ In der Nähe des Flughafens von Erbil in der autonomen Kurdenregion im Nordirak sind mehrere Explosionen zu hören gewesen.

    Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah Rauch unweit des Flughafens aufsteigen, auf dem Soldaten der von den USA geführten Koalition stationiert sind. Zudem waren Drohnen über der Regionalhauptstadt zu sehen. Zuvor war die Luftabwehr aktiviert worden.  Im Zuge des Iran-Krieges wurden über Erbil wiederholt Drohnen abgefangen. In der Stadt befindet sich ein US-Konsulat, das mehrmals angegriffen wurde. 

    +++ Bahrain hat Luftschutzsirenen aktiviert und Bewohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben.

    Zuvor waren nach Behördenangaben Feuer festgestellt worden. Die Golfstaaten waren in der vergangenen Woche wiederholt iranischen Angriffen ausgesetzt, während die Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran weiter zunehmen.

    +++ Im von Israel besetzten Westjordanland sind israelischen ‌und palästinensischen Rettungskräften zufolge bei einer Schießerei fünf Menschen getötet worden.

    Das israelische Militär teilte mit, es sei nach Berichten über einen Angriff auf israelische Wanderer in das Gebiet südwestlich der palästinensischen Stadt Nablus entsandt worden. Ein Palästinenser habe eine Waffe von örtlichen Sicherheitskräften gestohlen und auf die Israelis geschossen. Dabei sei einer der Israelis getötet worden. Von palästinensischen Behörden heißt es, Palästinenser aus der Stadt Tal im Westjordanland seien von israelischen Zivilisten angegriffen worden. Vier Palästinenser wurden demnach von israelischen Zivilisten und Soldaten erschossen.

    +++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die 13. Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen.

    Ziele waren nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom iranische Militär-Kommandozentralen, Drohnenlager, Kommunikationsnetze, Standorte zur Küstenüberwachung und maritime Kapazitäten. Iranische Staatsmedien berichteten, dass die Stadt Ahvaz im Süden des Landes getroffen worden sei. Zudem habe es in der Hafenstadt Bandar Abbas sowie auf der Insel Qeshm nahe der Straße von Hormus Explosionen gegeben. Wie in den vorangegangenen Nächten reagierte der Iran mit Gegenangriffen. So wehrten die Streitkräfte in Kuwait nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen aus dem Iran ab. Die Bevölkerung des Emirats wurde aufgerufen, Sicherheits- und Schutzanweisungen zu befolgen.
    Fünf US-Kampfflugzeuge fliegen hintereinander.
    Das US-Militär soll Ziele im Norden des Iran angegriffen haben (Archivbild). (Kendall Torres Cortés / dpa / Kendall Torres Cortés)

    +++ Der Iran hat auf die von US-Präsident Trump angekündigte Verwendung iranischer Gelder zur Begleichung von Schäden an Handelsschiffen mit warnenden Worten reagiert.

    Die Beschlagnahmung von Vermögenswerten eines anderen Landes zur Begleichung künftiger Forderungen, die in keinem Zusammenhang stünden, sei ein "brandgefährlicher Präzedenzfall", schrieb Außenminister Araghtschi auf der Onlineplattform X. Im Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Straße von Hormus hatte Trump kurz zuvor angekündigt, den Iran für Schäden an Schiffen und Frachtgut aufkommen zu lassen. Der Präsident berief sich offensichtlich auf eingefrorene iranische Vermögenswerte.

    Donnerstag, 23. Juli

    +++ Bundeskanzler Merz hat die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer verurteilt.

    "Sie müssen unverzüglich eingestellt werden. Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel, hieß es in einer einer Mitteilung. "Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden die Freiheit der Schifffahrt und drohen die regionale Stabilität weiter zu untergraben." Die Bundesregierung stehe solidarisch an der Seite von Saudi-Arabien und ihren Partnern in der Region.

    +++ Das US-Repräsentantenhaus hat Präsident Trump erneut zu einem Ende des Iran-Kriegs aufgerufen.

    Die Kongresskammer verabschiedete zum zweiten Mal binnen weniger Wochen eine Resolution, die dem Militäreinsatz Grenzen setzen soll. 214 Abgeordnete stimmten für die Resolution, darunter auch mehrere Parlamentarier von Trumps Republikanern. 208 votierten dagegen. Der Beschluss hat keine unmittelbare Konsequenz. Eine ähnliche Vorlage war im Juni vom Präsidenten scharf kritisiert sowie als "unpatriotisch" bezeichnet worden und scheiterte schließlich im Senat.

    +++ US-Präsident Trump zieht einem Medienbericht zufolge die Wiederaufnahme größerer Kampfeinsätze gegen den Iran in Betracht.

    Diese ‌könnten umfangreicher ausfallen als die ⁠Angriffe während der ersten, "Operation Epic ⁠Fury" genannten Welle von Großangriffen, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf ein Interview mit Trump. "Es hat ihnen noch nicht genug wehgetan", wird der Präsident zitiert. Eine endgültige Entscheidung habe er jedoch noch nicht getroffen.

    +++ Die Ölpreise sind weiter gestiegen.

    Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um fast 6,5 Prozent auf 100,05 Dollar. Damit erreicht der Preis erstmals seit Ende Mai ‌die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke. US-Leichtöl WTI ⁠legt um rund 5,5 Prozent auf ⁠91,49 Dollar pro Barrel zu. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten zuvor nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Dies schürte die Sorge vor einer Ausweitung der Lieferunterbrechungen im Nahen Osten. Neben dem Konflikt um die Straße von Hormus haben die Huthi eine neue Front eröffnet und nehmen nun auch Schiffe mit saudischem Öl in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer ins Visier.

    +++ Nach Angriffen der Huthi-Miliz auf saudische Öltanker im Roten Meer hat US-Präsident Trump mit einer militärischen Reaktion gedroht.

    Er schrieb auf seiner hauseigenen Online-Plattform, man werde im Fall von weiteren Attacken die Huthis im Jemen sowie deren Schutzmacht Iran bestrafen. Die schiitischen und vom Iran unterstützten militanten Islamisten hattem nach eigenen Angaben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt und zwei saudische Schiffe beschossen. US-Außenminister Rubio sprach daraufhin von einem "gefährlichen Präzedenzfall." Derweil forderte die EU die Huthis auf, ihre Drohungen gegen den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer zu beenden. Die südostasiatischen ASEAN-Staaten verlangten in einer gemeinsamen Erklärung freie Durchfahrt durch alle Meerengen weltweit.

    +++ Das US-Militär hat erstmals seit dem Ende der Waffenruhe vor zwei Wochen strategische Langstreckenbomber gegen den Iran eingesetzt.

    US-Beamte bestätigten entsprechende Berichte des US-Nachrichtenportals "Axios". Die am Einsatz beteiligten B-1-Flugzeuge können eine große Zahl an Bomben transportieren und mit Überschallgeschwindigkeit in niedriger Höhe angreifen.

    +++ US-Außenminister Rubio hat dem Iran mangelnde Ernsthaftigkeit bei der Suche nach Lösungen für ein Ende des Krieges vorgeworfen.

    Teheran wolle zwar Gespräche führe, sei aber offenbar nicht wirklich an einer belastbaren Vereinbarung interessiert, sagte er am Rande eines Treffens in Manila. "Diese Leute schließen Abkommen, brechen sie dann aber fast umgehend wieder oder entscheiden: 'Ach, ändern wir das Abkommen doch einfach.' So funktionieren Abkommen nicht», sagte Rubio. Dafür bezahle Teheran nun den Preis.
    US-Außenminister Marco Rubio kritisiert den Iran.
    US-Außenminister Marco Rubio spricht in Manama (Bahrain) (picture alliance/Eric Lee/Pool Reuters via AP)

    +++ Großbritannien hat sein Botschaftspersonal aus Teheran abgezogen.

    Hintergrund sind die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, darunter auch jüngste Angriffe auf die iranische Hauptstadt. Das Vereinigte Königreich begründete den Schritt mit der "Sicherheitslage". Britische Regierungsvertreter äußerten sich zunächst nicht dazu, was den konkreten Anlass für die Entscheidung gegeben hatte. Andere westliche Botschaften in Teheran blieben weiterhin in Betrieb.

    +++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die zwölfte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen.

    Das zuständige Zentralkommando teilte mit, man wolle auch mit diesem Einsatz erreichen, dass das iranische Regime nicht länger Handelsschiffe in der Region bedrohe. Aus Kuwait hieß es in der Nacht, man habe einen Drohnenangriff abgewehrt. Die iranische Revolutionsgarde hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Ziele in den Golfstaaten angegriffen, darunter neben US-Stützpunkten auch Entsalzungsanlagen.

    +++ Die jemenitische Huthi-Miliz hat erklärt, im Roten Meer zwei saudische Tanker mit Raketen beschossen zu haben.

    Die Huthi sind mit dem Iran verbündet. Die schiitische Miliz hatte am Montag angekündigt, saudische Ölexporte zu blockieren. Die saudischen Behörden bestätigten inzwischen, dass der Tanker "Encelia" getroffen wurde. Im vorderen Bereich des Schiffes sei ein Feuer ausgebrochen, die Besatzung sei aber in Sicherheit.

    Mittwoch, 22. Juli

    +++ US-Präsident Trump hat mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke im Iran gedroht.

    Jedes Mal, wenn der Iran Schiffe in der Straße von Hormus attackiere, werde er solche Angriffe befehlen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform. Zuvor hatte die US-Armee die elfte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen - darunter offenbar auch erstmals wieder die Hauptstadt Teheran.
    Irankrieg - Welche Optionen bleiben Trump?

    +++ Eine ​Eskalation im Krieg zwischen den USA und dem Iran droht der Weltbank zufolge die globale Wirtschaft in eine ‌schwere Krise zu stürzen.

    Das weltweite Wachstum könne auf 1,3 Prozent einbrechen, sagte Weltbank-Chefökonom Gill. Im vergangenen Jahr hatte das globale Bruttoinlandsprodukt noch um 2,9 Prozent zugelegt. Sollte sich der Konflikt ein halbes Jahr oder länger hinziehen, könne dies zudem die Inflationsrate auf 4,5 Prozent treiben. In der Folge würden auch die Zinsen steigen. Hintergrund ist die jüngste Verschärfung der Lage im Nahen Osten. US-Streitkräfte hatten Ziele im Iran bombardiert, die Regierung in ⁠Teheran griff daraufhin US-Einrichtungen in Bahrain, Kuwait und Jordanien an. Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist weiter gestört.

    +++ Das bulgarische Parlament billigt die vorübergehende Stationierung von US-Tankflugzeugen auf dem Militärstützpunkt Besmer.

    Die Abgeordneten stimmen mit 136 zu 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen für den Plan, bis zu acht Maschinen vom Typ KC-135 und 250 Soldaten vom 24. Juli bis zum 1. Oktober aufzunehmen.

    +++ Nach einer Warnung der jemenitischen Huthi-Miliz vor ‌dem Anlaufen saudiarabischer Häfen haben weitere Tanker im Roten Meer ihren Kurs geändert.

    Zwei Schiffe steuerten stattdessen den Suezkanal an, während zwei weitere offene Gewässer als Ziel angaben, wie aus Schiffsortungsdaten von LSEG und MarineTraffic hervorgeht. Ein fünftes Schiff drehte im Golf von Aden ‌ab, nachdem es zuvor den saudischen Hafen Dschidda als nächstes Ziel ​gemeldet hatte. Gestern hatten bereits drei mit saudiarabischem Rohöl beladene Tanker auf dem Weg nach China ‌und Indien abgedreht und fortan den Suezkanal angesteuert, um die jemenitische ‌Küste zu meiden.

    +++ Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist die Flugabwehr in Teheran aktiviert worden.

    Im Nordosten der iranischen Hauptstadt waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie Medien meldeten. Das US-Militär führt nach eigenen Angaben die elfte Nacht in Folge eine Angriffswelle auf den Iran aus.

    +++ US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzt die bisherigen Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar.

    Diese Zahl (umgerechnet knapp 33 Milliarden Euro) nannte Hegseth in einer Senatsanhörung. Dabei verteidigte er zudem einen Antrag auf zusätzliche Mittel in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar.
    US-Verteidigungsminister Hegseth vor Senatsausschuss

    Dienstag, 21. Juli

    +++ US-Präsident Trump hat die jemenitische Huthi-Miliz davor gewarnt, saudiarabische Häfen zu blockieren.

    Andernfalls drohte er mit schweren Angriffen. Die USA seien schon früher hart gegen die Huthi vorgegangen und würden dies, wenn nötig, wieder tun, sagte Trump in Washington. Die vom Iran finanzierte Miliz kontrolliert im Jemen weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer und auch die Meerenge Bab al-Mandab.
    Bewaffnete Mitglieder der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz nehmen an einer Demonstration gegen die USA und Israel teil.
    Huthi im Jemen (Osamah Yahya / dpa / Osamah Yahya)

    +++ Nach einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Aoun hat US-Präsident Trump dem Libanon Unterstützung zugesagt.

    Konkrete Maßnahmen nannte Trump nicht, erklärte aber, der Libanon müsse künftig den Respekt erhalten, den er verdiene. Es war der erste Besuch eines libanesischen Präsidenten im Weißen Haus seit 2009. Der Libanon hofft, dass Verhandlungen mit den USA zu einem vollständigen Rückzug israelischer Truppen aus dem Süden des Landes führen.

    +++ Nach der Drohung durch die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz haben sechs Öltanker abgedreht und ihre geplante Route verlassen.

    Wie die Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf die Miliz meldete, mieden internationale Reedereien die Meerenge Bab al-Mandab. Die dortige Zufahrt zum Suez-Kanal zählt zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen für den weltweiten Handel. Die Huthi-Miliz hatte zuvor eine Blockade angekündigt. Experten zufolge verbreitete sie die Warnung über Funk. 

    +++ Kuwait hat den iranischen Botschafter einbestellt.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will das Land damit Protest gegen iranische Attacken auf einen kuwaitischen Tanker am Montag einlegen, der in der Straße von Hormus attackiert worden war.

    +++ Die ASEAN-Staaten haben ein sofortiges Ende der Gewalt im Nahen Osten gefordert.

    Die Außenminister der südostasiatischen Staatengemeinschaft erklärten, man appelliere an alle Beteiligten, größtmögliche Zurückhaltung zu üben und jegliche Handlungen zu vermeiden, die die Situation weiter verschärfen könnten. Sie kritisieren, die neuen Kämpfe gefährdeten die diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts. Die ASEAN-Staaten treffen sich derzeit zu einem Gipfel in Manila. Zu der Staatengemeinschaft gehören Indonesien, Thailand, Malaysia, Singapur und sieben weitere Länder.

    +++ In Jordanien hat die Armee nach eigenen Angaben erneut Angriffe aus dem Iran abgewehrt.

    Es seien fünf Drohnen abgefangen worden, teilten die Streitkräfte mit. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten einen Angriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien nahe der syrischen Grenze. Auch die Armee des Golfstaats Bahrain teilte mit, sie habe iranische Angriffe abgewehrt.

    +++ Der libanesische Präsident Aoun trifft sich am Nachmittag mit US-Präsident Trump.

    In dem Gespräch soll es vor allem um den Krieg zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon gehen. Aoun erhofft sich, dass Trump Einfluss auf Israel nimmt, um die israelischen Angriffe zu beenden. Es ist der erste Besuch eines libanesischen Staatschefs im Weißen Haus seit 2009.

    +++ Im Süden des Libanon hat ein Militäreinsatz zur Entwaffung der Hisbollah begonnen.

    Libanesische Truppen seien in die Stadt Zawtar al-Gharbiyah vorgerückt, nachdem sich israelische Streitkräfte von dort zurückgezogen hätten, erklärte die Armee. Die Ortschaft ist eine von drei sogenannten Pilotzonen, die der Libanon und Israel gemeinsam mit den USA eingerichtet haben. Wie das US-Außenministerium mitteilte, sollen dort die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen. Die israelische Armee ziehe sich schrittweise zurück. Wenn der Ablauf in der Praxis funktioniert, soll er auf weitere Gebiete ausgeweitet werden. Israel und der Libanon hatten sich im Juni nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf ein Friedensabkommen geeinigt. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung ab.

    +++ Das israelische Militär legt im Gazastreifen einen kilometerlangen Erdwall an.

    Die Armee bestätigte eine Anfrage der Nachrichtenagentur AP. Demnach sei es das Ziel, ein unbefugtes Eindringen zu verhindern sowie israelische Truppen und Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens zu schützen. Satellitenbilder zeigen, dass ein 23 Kilometer langer Wall errichtet wurde, der auch durch vom Militär zerstörte Ortschaften der Palästinenser verläuft. Der Wall liegt nach Darstellung der Nachrichtenagentur im Bereich der Grenze, bis zu der sich die israelischen Soldaten gemäß der Vereinbarung aus dem Oktober zurückgezogen hatten.

    +++ Die Hilfsorganisation CARE hat Aussagen von Außenminister Wadephul zur Lage im Libanon widersprochen.

    Der CDU-Politiker hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass sich die Regierung im Libanon stabilisiere und das Land sich hoffnungsvoll entwickle. Die Referentin für Nothilfe bei CARE, Sarah Easter, sagte im Deutschlandfunk, solange Menschen Angst hätten und nicht wüssten, ob ihr Haus beschossen werde, könne von einer Stabilisierung nicht die Rede sein. Der Südlibanon wird seit Monaten von der israelischen Armee beschossen, die dort nach eigenen Angaben die Hisbollah-Miliz bekämpft. Laut den Vereinten Nationen sind mehr als eine Million Menschen aus dem Süden in andere Landesteile geflohen. Nach Angaben von CARE bekommen die Menschen wegen gekürzter Mittel nicht genügend Essen, Wasser und Hygieneartikel.

    +++ US-Präsident Trump hat dem Iran erneut gedroht.

    Er schrieb auf seiner Online-Plattform Truth Social, jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten töte, werde er dafür ein Vielfaches bezahlen. Trump wird einer Sprecherin zufolge am Abend zu einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Delaware reisen. Dort werden die sterblichen Überreste eines kürzlich getöteten Soldaten aus dem Nahen Osten ankommen.

    +++ Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat eine entschlossene Reaktion auf die Drohungen der jemenitischen Huthi-Rebellen gegen Handelsschiffe angekündigt.

    Dies sei eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und stelle einen Akt der Piraterie dar, teilt das Bündnis mit. Es seien bereits Schutzmaßnahmen für Schiffe eingeleitet worden, ‌die die Meerenge Bab al-Mandab passieren.
    Der Frachter Eternity sinkt am 9. Juli nach einem Angriff der Huthi-Rebellen im Roten Meer
    Ein sinkender Frachter nach einer Attacke der Huthis (Archiv) (picture alliance / newscom / Houthi Group Press Service)

    +++ In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden.

    Das Frachtschiff sei vor der Küste des Omans von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach knapp 15 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Limah. Erst am Vortag war vor der Küste des Landes ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Der Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang seiner eigenen Küste nehmen. Der Konflikt um die Meerenge ist einer der Gründe, warum die Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran derzeit wieder eskalieren.

    +++ Die USA haben erneut Ziele im Iran angegriffen.

    Das zuständige Zentralkommando der amerikanischen Streitkräfte teilte mit, damit sollten die militärischen Fähigkeiten des Landes weiter geschwächt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren. Zudem solle Teheran zur Wiederöffnung der Meerenge gezwungen werden. Staatliche iranische Medien meldeten Explosionen unter anderem in der Hafenstadt Bandar Abbas sowie in Isfahan und Chabahar. In der Nähe des Kernkraftwerks Buschehr seien die Luftverteidigungssysteme aktiviert worden. Über mögliche Schäden war zunächst nichts bekannt. Präsident Peseschkian hatte zuvor erklärt, sein Land befinde sich in einem "vollumfänglichen Krieg" mit den USA.
    Rauch steigt nach einem Angriff der USA und Israels in Teheran (Iran) über einem Wohngebiet auf.
    Rauch steigt nach einem Angriff der USA und Israels in Teheran (Iran) über einem Wohngebiet auf. (Anadolu Agency/IMAGO/Fatemeh Bahrami)

    +++ Im Südlibanon sind erste sogenannte Pilotzonen errichtet worden.

    Wie das US-Außenministerium mitteilte, sollen in zunächst drei Ortschaften die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen. Die israelische Armee ziehe sich unterdessen schrittweise zurück. Die Pilotzonen sollten zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniere, bevor er auf weitere Gebiete ausgeweitet werde, hieß es. Israel und der Libanon hatten sich im Juni nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf ein Friedensabkommen geeinigt. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung ab.

    Montag, 20. Juli

    +++ Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat eine Blockade für saudische Schiffe im Roten Meer angekündigt.

    Für Saudi-Arabien gelte dort ab sofort ein "Verbot der Schifffahrt", heißt es in einer Videobotschaft der Rebellen. Die Huthi kontrollieren vom Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen für den weltweiten Handel zählt. Medienberichten zufolge soll der Iran die Miliz zu der Schiffsblockade aufgefordert haben, um weiteren Druck auf die USA und ihre Verbündeten auszuüben.

    +++ Trotz des wiederaufgeflammten Kriegs zwischen den USA und dem Iran laufen auch die diplomatischen Bemühungen weiter.

    Vermittler hätten eine Feuerpause von zehn Tagen ins Gespräch gebracht, meldete die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf einen iranischen Insider. So solle das im Juni vereinbarte Rahmenabkommen wiederbelebt werden. Das iranische Außenministerium bestätigte, dass Vermittler aktiv geworden seien, äußerte sich jedoch nicht zum Inhalt. US-Außenminister Rubio betonte, die Vereinigten Staaten blieben offen für eine diplomatische Lösung.

    +++ Nach dem Tod weiterer US-Soldaten im Irankrieg haben Vertreter der Opposition im Kongress Kritik an der Kriegsführung von Präsident Trump geübt.

    Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Warner, sagte dem Sender CBS, neben den Todesopfern gebe es Hunderte Schwerverletzte. Das passiere, wenn man einen Krieg aus freien Stücken und ohne Plan beginne. Der Abgeordnete der Demokratischen Partei führte aus, er könne eindeutig sagen, dass keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran bestanden habe. Auch andere Demokraten forderten, den Krieg zu beenden. Am Wochenende waren drei weitere US-Soldaten ums Leben gekommen. Die Gesamtzahl der amerikanischen Todesopfer seit Kriegsbeginn stieg damit auf 17.

    +++ In der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden.

    Es sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumsar. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, woraufhin die Besatzung evakuiert worden sei. Schiffen wurde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren. 

    +++ Bei neuen US-Luftangriffen im Iran ist nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mindestens ein Mensch in der Gegend der Stadt Tabris ums Leben gekommen.

    In Tabris im Nordwesten des Landes werden unterirdische Raketenstützpunkte der einflussreichen paramilitärischen Revolutionsgarde vermutet. Bei US-Angriffen seien wahrscheinlich auch Bandar Imam Chomeini in der Provinz Chusistan, Sirik und Dschask in der Provinz Hormusgan sowie Konarak und Chahbahar in der Provinz Sistan-Belutschistan getroffen worden, hieß es.

    +++ Der Iran hat angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten.

    Außenamtssprecher Baghai bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. "Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen", sagte Baghai.
    Die Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika und die Flagge des Iran vor einem gemusterten Hintergrund
    Die gegenseitigen Angriffe zwischen USA und Iran dauern an. (picture alliance / Kyodo)

    +++ Auch in dieser Nacht hat das US-Militär wieder Angriffe auf den Iran ausgeführt.

    Das teilte das für die Region zuständige Kommando Centcom auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten weiter zu schwächen, die der Iran für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus einsetze. Iranische Medien berichten von Explosionen an verschiedenen Orten und vom Einsatz der Luftabwehr.
    In Kuwait erklärte die Armee, die Luftverteidigung habe feindliche Drohnen aus dem Iran abgewehrt. In dem ebenfalls mit den USA verbündeten Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst. Der Golfstaat war in den vergangenen Tagen wiederholt Ziel iranischer Angriffe.

    +++ Die USA stocken ihre Militärpräsenz im Nahen Osten Berichten zufolge weiter auf.

    Wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtet, werden mehr Kampfflugzeuge in die Region verlegt - unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel sowie mehrere Tankflugzeuge. Auch die "New York Times" berichtete unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen.

    +++ Die iranischen Revolutionsgarden haben laut Staatsmedien zwei Öltanker im Bereich der Straße von Hormus gestoppt.

    Die beiden Schiffe hätten versucht, auf "nicht genehmigte" Weise über die Südroute in die Meerenge einzufahren beziehungsweise diese zu verlassen, erklärten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Schiffe seien "explodiert".  Zudem erklärten die Revolutionsgarden laut dem staatlichen Rundfunk, sie hätten in Akaba in Jordanien stationierte US-Militärflugzeuge mit ballistischen Raketen angegriffen. Einigen von ihnen hätten sie "schwere Schäden" zugefügt. 

    Sonntag, 19. Juli

    +++ Das US-Militär hat den Tod eines weiteren seiner Soldaten im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran bekanntgegeben.

    Das Regionalkommando Centcom teilte mit, der Soldat sei am Samstag im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Drohne ums Leben gekommen. Ein weiterer Soldat sei verletzt worden. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten stieg damit auf 17. 

    +++ US-Außenminister Rubio hat Bemühungen der libanesischen Regierung für einen Friedensschluss mit Israel gewürdigt.

    Nach einem Treffen mit dem libanesischen Staatschef Aoun in Washington habe Rubio die Regierung in Beirut für ihre "entschlossenen Bemühungen gelobt, die Souveränität des Libanon zurückzugewinnen, die Hisbollah zu entwaffnen, ihre terroristische Infrastruktur zu zerschlagen und den Weg zum Frieden" mit Israel einzuschlagen, teilte das US-Außenministerium mit. Rubio erklärte demnach, Washington sei entschlossen, "die erfolgreiche Umsetzung des trilateralen Rahmenabkommens zu unterstützen". Zudem wollten die USA die Bemühungen der libanesischen Regierung "um Frieden, wirtschaftlichen Aufschwung und eine bessere Zukunft für das libanesische Volk" fördern.
    Rubio und Aoun waren am Sonntag zu Gesprächen im US-Außenministerium zusammengekommen. Es war der erste Besuch eines libanesischen Staatsoberhaupts in Washington seit 2009.

    +++ Nach mehrfachen iranischen Angriffen auf Ziele in Jordanien hat das Land den Geschäftsträger der iranischen Botschaft einbestellt.

    Damit lege man Protest gegen das Vorgehen Teherans ein, berichtete das jordanische Staatsfernsehen. Das jordanische Militär teilte mit, am Sonntag seien mehrere iranische Raketen abgefangen worden. Opfer oder Schäden habe es diesmal nicht gegeben.

    +++ US-Präsident Trump hat seine Partei aufgefordert, den Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen.

    Die sei wichtig, schrieb er in seinem Online-Dienst in Großbuchstaben. Details nannte Trump nicht. Im US-Senat wird bereits seit über einem Jahr um das neue Sanktionspaket gegen Russland gerungen. Vor wenigen Tagen stellten Senatoren der beiden großen Parteien einen überarbeiteten Gesetzentwurf vor. Die Initiative sieht den Angaben zufolge Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, darunter China und Indien.

    Beschuss durch Iran geht weiter

    +++ Israel hat nach Angaben aus Behördenkreisen Abfangraketen gestartet.

    Die Geschosse seien vom Stadtrand der israelischen Küstenstadt Eilat aus eingesetzt worden, um das Herabstürzen von Trümmerteilen über Wohngebieten zu verhindern, hieß es. Zuvor hatte das israelische Militär vor iranischen Raketen gewarnt, die sich der benachbarten Stadt Akaba in Jordanien näherten.

    +++ Die USA haben nach iranischen Angaben ein im Bau befindliches Atomkraftwerk im Südwesten des Iran angegriffen.

    Die iranische Atomenergieorganisation erklärte, die Anlage Darchowin sei von US-Streitkräften mit mehreren Geschossen attackiert worden.
    Die Organisation verurteilte den Angriff in einer vom staatlichen Fernsehen verbreiteten Erklärung als "aggressiven und brutalen Akt", der gegen internationales Recht verstoße. Aus Washington gibt es noch keine Stellungnahme. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte mit, sie werde die Berichte prüfen. Die Anlage befinde sich in einem sehr frühen Baustadium und habe bei der letzten Inspektion kein nukleares Material enthalten.

    +++ Im Iran sind zwei weitere Männer im Zusammenhang mit den regierungskritischen Protesten hingerichtet worden.

    Sie seien für schuldig befunden worden, für den Tod zweier Polizisten am Rande der Demonstrationen in der zentraliranischen Stadt Isfahan im vergangenen Winter verantwortlich zu sein, teilte die iranische Justizbehörde mit. Die Männer wurden demnach im Morgengrauen gehängt. Bei den Massenprotesten im Iran waren nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen bis zu 30.000 Demonstranten getötet worden.

    +++ Der Iran hat nach Informationen der israelischen Armee Jordaniens Küstenstadt Akaba am Roten Meer angegriffen.

    Die israelische Armee habe Raketenbeschuss aus dem Iran auf die Stadt beobachtet, die nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt liegt, teilte die Armee mit. Es sei möglich, dass Auswirkungen des Angriffs auch auf israelischem Gebiet bemerkbar würden. In mehreren Teilen Jordaniens ertönten Warnsirenen, wie der regierungsnahe Fernsehsender Al-Mamlaka berichtete. 

    +++ Der Iran hat offenbar erneut ein Kraftwerk in Kuwait angegriffen.

    Eine Anlage zur Stromerzeugung und Entsalzung sei innerhalb von zwei Tagen zweimal attackiert worden, erklärte das Energieministerium in Kuwait. Es sei zu einem Brand gekommen, wodurch auch die Stromerzeugung beeinträchtigt gewesen sei. Derzeit liefen Arbeiten, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
    Ruchwolken und Flammen steigen über der Stadt Mangaf in Kuwait auf.
    Der Iran greift Ziele in Kuwait mit Raketen und Drohnen an, darunter die Stadt Mangaf (Aufnahme vom 18. Juli). (AFP / -)

    +++ Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Iran vor Angriffen auf zivile Infrastruktur in der Region gewarnt.

    Die Emirate sind eines der letzten Länder der Region, die seit der jüngsten Eskalation zwischen Teheran und Washington noch nicht zum Ziel iranischer Vergeltungsangriffe geworden sind. Das Außenministerium in der Hauptstadt Abu Dhabi erklärte, Angriffe auf zivile Ziele seien völkerrechtswidrig und unter keinen Umständen zu rechtfertigen.

    +++ Das Militär in Kuwait hat neue iranische Raketen- und Drohnenangriffe gemeldet.

    Die Luftabwehr Kuwaits wehre "feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab", die auf die "iranische Aggression" folgten, erklärte die Armee am Sonntag. In Kuwait-Stadt ertönte Sirenenalarm, berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP.

    +++ Das US-Militär hat eine weitere Angriffswelle gegen Ziele der Iranischen Revolutionsgarden im Iran abgeschlossen.

    Das teilt das US-Zentralkommando Centcom mit. Getroffen wurden demnach unter anderem ‌Anlagen zur Küstenüberwachung und Luftverteidigung sowie Raketen- und Drohnenlager.

    +++ Die USA haben erneut Angriffe auf ​den Iran geflogen.

    Es handele sich um Vergeltungsmaßnahmen für den Tod von zwei US-Soldaten in Jordanien, teilte das Regionalkommando Centcom mit. Getroffen wurden demnach unter anderem ‌Anlagen zur Küstenüberwachung und Luftverteidigung sowie Raketen- und Drohnenlager. Die Soldaten waren am Freitag ums Leben gekommen, als sich die Streitkräfte gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten. Die iranische Seite bestätigte die neusten US-Angriffe. Staatliche Medien berichtete über mehrere Explosionen in der Provinz Hormosgan im Süden des Landes. Über das Ausmaß der Schäden ist noch nichts bekannt.

    Samstag, 18. Juli

    +++ Das US-Außenministerium ruft amerikanische Staatsbürgerinnen und -bürger wegen der verschärften Spannungen im Nahen Osten weltweit zu "erhöhter Vorsicht" auf.

    Die Warnung gilt insbesondere für Personen, die sich im Nahen Osten aufhalten, wie aus einer Mitteilung des Ministeriums hervorgeht. Die Sicherheitslage bleibe komplex, es bestehe die Gefahr einer "unvorhergesehenen Eskalation". Auch außerhalb des Nahen Ostens seien diplomatische Einrichtungen der USA bereits ins Visier geraten, hieß es. Gruppen, die den Iran unterstützten, könnten weitere Orte in den Fokus rücken, die mit den Vereinigten Staaten und/oder US-Amerikanerinnen und -Amerikanern in Verbindung stünden, warnte das US-Außenministerium.

    +++ Das geistliche Oberhaupt des Iran, Modschtaba Chamenei, hat die Unterschrift ‌von US-Präsident Trump unter der jüngsten gemeinsamen Absichtserklärung als "völlig wertlos und unglaubwürdig" bezeichnet.

    Die USA hätten ihre Zusagen wiederholt gebrochen, hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten, schriftlichen Erklärung Chameneis. Die iranische Nation und die "Widerstandsfront" hielten "unvergessliche Lektionen" für die USA bereit. Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird über seinen Verbleib und auch seinen Gesundheitszustand spekuliert. Irans Staatsfernsehen bezeichnete ihn bereits vor Monaten als "Kriegsversehrten", nannte jedoch keine Einzelheiten.
    Ein Bild aus dem Jahr 2019 von Modschtaba Chamenei begleitet von einer Gruppe Menschen
    Modschtaba Chamenei (Foto aus dem Jahr 2019) (picture alliance / NurPhoto / Morteza Nikoubazl)
    Regelmäßig werden lediglich schriftliche Mitteilungen über Internetauftritte von Chamenei veröffentlicht. Videoaufnahmen oder Audiobotschaften gibt es jedoch weiterhin nicht.

    +++  Erstmals seit der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg sind nach Angaben des US-Militärs zwei US-Soldaten getötet worden.

    Sie seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohenangriffe verteidigten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein weiterer Soldat werde zudem noch vermisst. Vier US-Soldaten wurden demnach zur medizinischen Versorgung in jordanische Krankenhäuser gebracht und inzwischen entlassen. Andere Soldaten erlitten dem US-Militär zufolge zudem leichte Verletzungen und haben ihren Dienst bereits wieder aufgenommen.
    Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16.

    +++ Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hat nach Ansicht der Regierung in Teheran keinen Bestand mehr.

    Man habe das Abkommen ausgesetzt, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars. "Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt", zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview. "Leider haben die Amerikaner mit ihren aggressiven Maßnahmen gegen ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstoßen", führte Gharibabadi weiter aus. Das sei der Grund gewesen, warum auch der Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühle.

    +++ Das israelische Militär hat nach eigenen ‌Angaben eine Hisbollah-Zelle im ⁠Südlibanon angegriffen.

    Zuvor seien ⁠in der Gegend um Tebnit eine Drohne sowie Kämpfer der Miliz entdeckt worden. Letztere seien in der Nähe israelischer Soldaten in Deckung gegangen, teilte die Armee mit. Die Luftwaffe habe die Islamisten attackiert, um eine Bedrohung für die Truppen abzuwenden. Das Vorgehen der Hisbollah stelle einen Verstoß gegen die geltende Waffenruhe dar. Eine Stellungnahme der Miliz lag zunächst nicht vor.

    +++ Die iranische ‌Revolutionsgarde hat ⁠nach Darstellung iranischer Medien zufolge bei einem Angriff auf einen Luftwaffen-Stützpunkt in Jordanien mindestens zwei US-Kampfflugzeuge und drei weitere Flugzeuge zerstört.

    Der Angriff mit Raketen und Drohnen habe sich gegen den Stützpunkt Al-Asrak gerichtet, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Revolutionsgarde. Zudem sei ein Teil des Luftwaffen-Stützpunkts Scheich Isa in Bahrain ins Visier genommen worden, in dem sich US-Kampfflugzeuge befunden hätten. Dort sei auch ein Geheimdienst-Datenzentrum attackiert worden. Eine Stellungnahme der amerikanischen Streitkräfte lag zunächst nicht vor.

    +++ Der Iran hat nach Angaben aus Kuwait erneut eine Entsalzungsanlage in dem Land angegriffen.

    Das kuwaitische Ministerium für Wasser und Strom teilte mit, der Angriff habe ein Feuer ausgelöst. Es war das zweite Mal innerhalb von zwei Tagen, dass der Iran eine Entsalzungsanlage in dem Golfstaat ins Visier nahm. Auch gestern war dabei in einer anderen Anlage ein Brand ausgebrochen. Die kuwaitischen Behörden schalteten heute mehrere Kraftwerksblöcke vorsorglich ab. Etwa 90 Prozent des Trinkwassers in Kuwait stammen aus Entsalzungsanlagen, die Anlagen sind ein wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur des Wüstenstaates.

    +++ Der US-Sender NPR analysiert die rechtliche Lage in der Straße von Hormus.

    In dem Bericht kommen mehrere Fachleute zu Wort, die davor warnen, eine iranische Kontrolle über die Meerenge offiziell anzuerkennen.

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    +++ Im Süden des Irans ist nach Angaben des Regimes nach den jüngsten US-Angriffen die Trinkwasserversorgung für mindestens 10.000 Menschen unterbrochen.

    Hintergrund sei die Bombardierung einer Meerwasserentsalzungsanlage in der Küstenregion Dschask, hieß es unter Berufung auf die Wasserwerke der Provinz Hormusgan. Betroffen sind demnach 20 Dörfer an der Küste

    +++ Das US-Militär hat in der siebten Nacht in Folge eine Angriffswelle gegen Ziele im Iran beendet.

    Im Visier standen Einrichtungen der Militärlogistik und weitere Anlagen, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit. Das iranische Staatsfernsehen berichtete von Explosionen in der Stadt Sirik sowie in der Provinz Hormusgan. Mindestens drei Menschen seien getötet worden. Die USA hätten erneut auch Brücken und Energieanlagen attackiert. Der Iran griff seinerseits US-Stützpunkte in Kuwait und Jordanien mit Raketen und Drohnen an. Auch in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst.

    +++ In der Straße von Hormus sind nach iranischer Darstellung zwei Öltanker auf Minen aufgefahren.

    Die Nachrichtenagentur Irna berichtet unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionsgarden, auf beiden Schiffen seien Feuer ausgebrochen. Verantwortlich seien die USA, die die Schiffe - Zitat - in die Irre geführt hätten. Über mögliche Opfer wurde nichts mitgeteilt. Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs Centcom wies die Berichte als falsch zurück. Der Iran soll seit Beginn des Krieges im Februar Dutzende Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert haben.

    Freitag, 17. Juli

    +++ Ein Berater von Irans oberstem Führer droht den USA mit einer erneuten Eskalation.

    Der Iran sei bereit, eine großangelgte Offensive wiederaufzunehmen, sagte Mohsen Resai laut dem iranischen Staatsfernsehen. Resai ist ein hochrangiger Berater des obersten Führers Khamenei. Der Iran werde sich nicht mehr mit Gegenangriffen begnügen und keine Grenze werde sicher sein.
    Ein Mann sitzt am 10. Juni 2026 auf dem Vanak-Platz in Teheran vor einem Plakat mit dem Porträt des iranischen Obersten Führers Mojtaba Khamenei, er schaut auf sein Mobiltelefon herab.
    Ein Plakat mit dem Porträt des iranischen Obersten Führers Mojtaba Khamenei (Archis) (AFP / Atta Kenare)

    +++ Das US-Militär hat weitere Ziele im Iran attackiert.

    Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando der amerikanischen Streitkräfte am späten Abend mit. Einzelheiten wurden nicht genannt. Seit Tagen greifen sich beide Seiten im Kampf um die Kontrolle über die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus an.

    +++ Bei einem mutmaßlich iranischen Angriff auf die Energieinfrastruktur in Kuwait sind schwere Schäden entstanden.

    Nach Behördenangaben wurden Anlagen zur Stromerzeugung und Meerwasserentsalzung getroffen. Die Menschen in Kuwait wurden aufgerufen, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. Die iranischen Revolutionsgarden hatten Angriffe auf Kuwait bestätigt. Man habe aber nur militärische Ziele angegriffen sowie Standorte der US-Streitkräfte in Kuwait.

    +++ Die iranische Revolutionsgarden haben laut einem iranischen Agenturbericht ein unter thailändischer Flagge ‌fahrendes Schiff in der Straße von Hormus angegriffen.

    Das Schiff habe Warnungen ignoriert und versucht, die Meerenge ohne Erlaubnis zu passieren, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine informierte Quelle. Über mögliche Schäden oder Opfer war zunächst nicchts bekannt.
    Straße von Hormus
    Straße von Hormus (Archiv) (- / AFPTV / AFP)

    ++++ Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen soll es zahlreiche Opfer gegeben haben.

    Örtliche Ärzte im Flüchtlingslager Nuseirat sprachen von mindestens sieben Toten und 22 Verletzten, die an der Begräbnisfeier eines Palästinensers teilgenommen hatten. Er war von israelischen Soldaten erschossen worden. Vom Militär liegt bislang keine Stellungnahme vor. Israel und die militant-islamistische Hamas hatten sich nach zwei Jahren Krieg im Oktober auf ein Waffenruheabkommen verständigt. Ungeachtet dessen kommt es immer wieder zu Konfrontationen.

    +++ Die Regierung in Teheran hat die Bevölkerung nach US-Angriffen auf die Energie-Infrastruktur zum Stromsparen aufgerufen.

    Während der Stunden des Tages mit dem höchsten Energiebedarf sollten die Menschen ihre Klimaanlagen ausschalten, erklärte das iranische Energieministerium. Damit sollten sie dazu beitragen, "eine stabile Stromversorgung in den Provinzen des Südens sicherzustellen, die derzeit mit extremer Hitze sowie Angriffen gegen Anlagen für die Stromversorgung konfrontiert" seien.

    +++ Der Iran hat nach kuwaitischen Angaben ein Kraftwerk mit angeschlossener Meerwasserentsalzungsanlage angegriffen.

    Das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien teilte mit, der Angriff habe einen Brand sowie Schäden an einer Vielzahl von Stromerzeugungseinheiten ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht. Die Behörden arbeiteten nun daran, das Ausmaß der Schäden zu ermitteln und die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen. Rund 90 Prozent des Trinkwassers in dem kleinen Wüstenstaat Kuwait stammen aus der Meerwasserentsalzung. Jede längere Unterbrechung der Versorgung könnte die Bevölkerung in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.

    +++ Die iranischen Revolutionsgarden haben einen Militärstützpunkt in Syrien angegriffen.

    Das iranische Staatsfernsehen sprach von einem "Überraschungsangriff" auf den Militärstützpunkt Al-Tanf im Südosten Syriens. Dieser sei das Kommandozentrum "des Feindes" in der Region, hieß es in einer Erklärung. Es handele sich dabei um einen Vergeltungsangriff nach der Tötung von iranischen Soldaten durch US-Angriffe in Iranschahr im Südosten Irans. Die USA hatten im Februar erklärt, sich von dem Stützpunkt Al-Tanf zurückgezogen zu haben. Nach eigenen Angaben übergaben sie die Kontrolle an die syrische Armee.

    +++ Iran meldet Todesopfer bei jüngsten US-Angriffen.

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna mitteilte wurden bei US-Angriffen auf Brücken in der südiranischen Hafenstadt Bandar Chamir sieben Menschen getötet.

    +++ Bei iranischem Raketenangriff auf Katar wurde ein Kind durch Trümmerteile verletzt.

    Das Kind sei bei der Abwehr eines iranischen Raketenangriffs von herabstürzenden Trümmerteilen getroffen worden, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit. Die Raketenabwehr sei erfolgreich gewesen, erklärte das Verteidigungsministerium. ‌In der Hauptstadt Doha waren mehrere Detonationen zu hören.

    +++ USA haben ihre jüngste Angriffswelle auf den Iran beendet.

    Dies teilte das US-Zentralkommando mit. Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe hätten dutzende iranische Militärziele angegriffen. Dabei seien vor allem Küstenüberwachungs- und Luftverteidigungsanlagen, militärische Logistikinfrastruktur und maritime Einrichtungen getroffen worden.

    +++ Iran greift US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait an.

    Ziele der Drohnenangriffe waren nach Berichten staatlicher iranischer Medien US-Hubschrauber und Aufklärungsflugzeuge sowie Logistikzentren der USA.

    Donnerstag, 16. Juli

    +++ USA starten neue Angriffswelle.

    Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter zu schwächen. Das iranische Fernsehen meldete Angriffe im Süden des Landes bei Bandar Abbas. Das US-Militär attackiert den Iran bereits den 5. Tag in Folge.

    +++ Die Huthi-Miliz hat Saudi-Arabien mit Angriffen gedroht.

    Ihr Anführer al-Huthi sagte in einer im jemenitischem Fernsehen übertragenen Rede, sämtliche Ölanlagen und kritische Einrichtungen in Saudi-Arabien seien Ziele "für unsere Raketen und Drohnen". Am Montag war es zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, zu einer der schwersten Konfrontationen seit Jahren gekommen.

    +++ Der Iran meldet einen Angriff auf einen Flughafen in Nordosten des Landes.

    Geschosse seien am Flughafen von Semnan eingeschlagen, berichteten staatliche Medien unter Berufung auf die Gouverneursverwaltung. Es habe keine Toten oder Verletzten gegeben.

    +++ Syrien hat nach eigenen Angaben an seiner Grenze zum Irak eine für die pro-iranische Hisbollah im Libanon bestimmte Waffenlieferung abgefangen.

    Die Waffen, darunter auch Raketen, seien an der Grenze zu seinem östlichen Nachbarland beschlagnahmt worden, erfuhr die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag aus Kreisen des syrischen Innenministeriums. Syriens Übergangsregierung steht der vom Iran finanzierten Miliz feindlich gegenüber, die mit dem gestürzten Machthaber Baschar al-Assad verbündet war.

    +++ Indischen Seeleuten ist der Einsatz auf Schiffen in der Straße von Hormus bis auf Weiteres untersagt.

    Die indische Generaldirektion für Schifffahrt erließ eine entsprechende Anordnung, die für Reeder, Schiffsmanager und Personalvermittler gilt. Hintergrund ist die angespannte Lage im Persischen Golf. Bei Angriffen auf Frachter wurden in den vergangenen Wochen mehrere indische Besatzungsmitglieder getötet. Laut Zahlen der Nachrichtenagentur Reuters ist Indien mit mehr als 300.000 ‌Seeleuten ‌der weltweit drittgrößte Anbieter von Arbeitskräften für ​die globale Schifffahrt.

    +++ Der Irak hat nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf sein Staatsgebiet abgewehrt.

    Das Büro von Ministerpräsident Al-Saidi teilte mit, die Drohnen seien über der Kurdenregion im Nordirak abgeschossen worden. Sie waren demnach über der Stadt Erbil in den irakischen Luftraum eingedrungen. Al-Saidi mache keine Angaben zur Herkunft der Drohnen, verurteilte den Angriff aber scharf.

    +++ Das jordanische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere vom Iran abgefeuerte Raketen abgefangen.

    Das Militär teilte dies über die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra mit. Die USA hatten zuvor ihre Angriffe auf den Iran ausgeweitet und dabei Ziele weiter im Norden des Landes getroffen. Zudem eröffnete das US-Militär das Feuer auf ein Schiff, dem es vorwarf, die gegen die Islamische Republik verhängte Seeblockade durchbrechen zu wollen.

    +++ Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump hat der Iran einer 2024 in Haft genommenen US-Bürgerin die Ausreise erlaubt.

    Man wisse diese Geste des guten Willens zu schätzen, teilte Trump mit. Weitere Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Der Menschenrechtsanwalt Jared Genser identifizierte die Freigelassene als seine Mandantin Dena Karari. Die US-Iranerin leitet eine gemeinnützige Organisation und war im Iran wegen Spionage angeklagt worden. Der Iran bestätigte die Freilassung zunächst nicht. Auch Kararis Fall war bislang nicht öffentlich bekannt gewesen - ein Umstand, der bei Festnahmen in der Islamischen Republik nicht ungewöhnlich ist.

    +++ Die Ölpreise haben trotz erneuter Angriffe im Iran-Konflikt nicht weiter zugelegt.

    Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 84,78 US-Dollar, das waren 0,2 Prozent weniger als am Vortag. Zuvor waren die Ölpreise aufgrund neuer Attacken im Nahen Osten tagelang kräftig gestiegen.

    +++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben weitere Angriffe gegen den Iran ausgeführt.

    Das zuständige US-Regionalkommando Centcom begründete die neuerlichen Angriffe damit, dass iranische Fähigkeiten zur Bedrohung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus ausgeschaltet werden sollten. Ein US-Kampfflugzeug habe zudem auf einen unbeladenen Öltanker geschossen, der versucht habe, die US-Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Iranische Medien meldeten Explosionen in mehreren Städten.
    Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Drohnenangriffen auf US-Militäreinrichtungen in Jordanien. Dabei seien Radar- und Kommunikationssysteme sowie Treibstofflager auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak ins Visier genommen worden.  Auch Kuwait meldete iranische Angriffe auf sein Territorium. In Bahrain wurde derweil erneut Luftalarm ausgelöst.

    Mittwoch, 15. Juli

    +++ Die ‌US-Regierung verhängt Sanktionen gegen Personen und Unternehmen, die den Iran bei der Waffenbeschaffung unterstützen.

    Davon betroffen seien iranische und russische Staatsbürger sowie Einrichtungen im Iran, in Russland und in Nigeria, teilte das US-Finanzministerium mit. Der Iran nutze ausländische Luftfahrt- und Transportunternehmen sowie Finanzkanäle, um die Rolle der iranischen Revolutionsgarden beim illegalen Erwerb zu verschleiern. Zudem weiteten die USA auch die Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor aus.

    +++ Der Iran hat derzeit keine Pläne, mit den USA zu verhandeln.

    Dies berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim mit Verweis auf einen Sprecher des iranischen Außenministeriums. Der Sprecher sagte, das Land konzentriere sich darauf, sich zu verteidigen.

    +++ Die US-Armee hat nach eigenen Angaben erneut den Iran angegriffen.

    Laut den Angaben des Regionalkommandos Centcom wurden unter anderem Lager und Abschussrampen für Marschflugkörper auf der Insel Tonb-e Bozorg im Persischen Golf attackiert. Dadurch seien die iranischen Fähigkeiten für Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus geschwächt worden, hieß es.

    +++ Bei den US-Luftangriffen der vergangenen Tage hat es nach Angaben der Regierung in Teheran mindestens 30 Tote gegeben.

    Auf welchen konkreten Zeitraum sich diese Bilanz bezieht, wurde nicht gesagt. Bei den Angriffen in der vergangenen Nacht sollen einer Regierungssprecherin zufolge mehr als 260 Menschen verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen.

    +++ Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen.

    Das zuständige Regionalkommando Centcom teilte mit, Ziele seien unter anderem Raketen- und Drohnenstellungen sowie Abwehrsysteme gewesen.

    +++ Laut den iranischen Revolutionsgarden begannen am frühen Morgen wie bereits in den vergangenen Tagen Gegenangriffe auf Ziele in Kuwait, Bahrain und Jordanien.

    Dort befinden sich amerikanische Stützpunkte. Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Iran auf amerikanische Attacken mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region reagiert.

    +++ Kuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus dem Iran gemeldet.

    Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. Das US-Militär unterhält in beiden Ländern und auch anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte.

    +++ US-Präsident Trump hat für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen mit Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken im Iran in der kommenden Woche gedroht.

    "Nächste Woche wird es für sie richtig schlimm, denn nächste Woche sind die Kraftwerke dran. Nächste Woche sind die Brücken dran", sagte Trump in einem Interview mit dem US-Sender Fox News. "Wir werden alle ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden alle ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Tisch und verhandeln."
    Trump hatte die ohnehin brüchige Waffenruhe zwischen Washington und Teheran in der vergangenen Woche für beendet erklärt, nachdem der Iran wiederholt Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert hatte. 

    +++ Das US-Militär hat mit einer weiteren Angriffswelle auf den Iran begonnen.

    Das zuständige Regionalkommando begründete die Attacken wie schon zuletzt erneut mit dem Ziel, den Iran an dessen wiederholten Angriffen auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und damit auch auf Zivilisten zu hindern. Eine Reaktion aus Teheran lag zunächst nicht vor. Am späten Abend sollte die US-Armee zudem eine Seeblockade wieder herstellen, durch die iranische Häfen nicht mehr angelaufen werden können.

    Dienstag, 14. Juli

    +++ US-Präsident Trump hat seine Ankündigung zurückgezogen, für jede Schiffsdurchfahrt in der Straße von Hormus eine Gebühr zu erheben.

    Er sagte in Washington, stattdessen sollten die Golfstaaten Handels- und Investitionsabkommen mit den USA schließen. Trump hatte von einer Gebühr in Höhe von 20 Prozent gesprochen. Mit den Einnahmen daraus sollten die USA nach seinen ursprünglichen Angaben ihre Kosten für die Sicherheit in der Meerenge decken.
    US-Präsident Donald Trump spricht und hält Zeigefinger und Daumen seiner rechten Hand in die Höhe.
    US-Präsident Trump (picture alliance / CNP / AdMedia)

    +++ Iranische Behörden melden Einschläge von US-Geschossen in der Stadt Buschehr.

    Vier Gebiete der iranischen Stadt wurde nach Angaben eines Vertreters der Provinz getroffen. In Buschehr befindet sich das einzige Atomkraftwerk Irans. Staatlichen iranischen Medien zufolge waren zudem westlich der Hafenstadt Bandar Abbas mehrere Explosionen zu hören.

    +++ Indien protestiert nach dem Tod eines indischen Seemanns in der Straße von Hormus scharf bei der iranischen Regierung.

    Das Außenministerium in Neu-Delhi bestellte dazu den stellvertretenden iranischen Botschafter ein, wie das Ministerium mitteilt. Das Opfer gehörte zu den 46 Besatzungsmitgliedern zweier Schiffe, die in der Meerenge von Hormus angegriffen wurden. Zehn weitere indische Seeleute wurden verletzt, zwei davon schwer. Indien zeigte sich "zutiefst besorgt" und fordert ein Ende der Angriffe auf die Handelsschifffahrt.

    +++ Die deutschen Reeder kritisieren die Ankündigung von US-Präsident Trump, künftig eine Art Schutzgebühr für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben.

    Kein einzelner Staat sollte den freien Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren abhängig machen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), Martin Kröger, der "Wirtschaftswoche". Das seo rechtlich auch nicht zulässig. Trump hatte zuvor die US-Seeblockade gegen den Iran wieder eingeführt und erklärt, eine Gebühr in Höhe von 20 Prozent des Frachtwerts von allen Schiffen zu verlangen, die die strategisch wichtige Meerenge passieren. Das solle die Kosten der USA für den Schutz der Straße von Hormus decken, schrieb der US-Präsident.
    Handelsschiffe in der Straße von Hormus
    Handelsschiffe in der Straße von Hormus (Wen Xinnian / Xinhua / dpa)

    +++ Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen.

    Das zuständige Regionalkommando Centcom teilte mit, Ziele seien Raketen- und Drohnenstellungen sowie Abwehrsysteme und maritime Fähigkeiten gewesen. Die Mission habe diesmal fünf Stunden gedauert.

    +++ Der Iran hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in Bahrain angegriffen.

    Bei den Raketen- und Drohnenangriffen seien mehrere Waffenlager, "ein Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte" auf einem Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib mit. Die USA hatten zuvor nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran ausgeführt. 
    Der obere durch eine iranische Kamikaze-Drohne zerstörte Teil eines Hochhauses in Bahrain (Archivfoto vom 1. März 2026).
    Der Iran hat Bahrain bereits mehrfach angegriffen - das Bild zeigt einen Angriff vom 1. März 2026. (picture alliance / Anadolu / Stringer)

    +++ Der Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen.

    Ein Besatzungsmitglied sei dabei getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi im Onlinedienst X mit. Zudem gebe es acht Verletzte. Das Ministerium verurteilte die Angriffe als einen "schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht, der die Sicherheit und Stabilität in der Region gefährdet". Die beiden Tanker waren den Angaben zufolge von iranischen Marschflugkörpern getroffen worden, als sie auf der südlichen Route in der Straße von Hormus in omanischen Hoheitsgewässern unterwegs waren. Auf beiden Schiffen seien Brände ausgebrochen, die aber unter Kontrolle gebracht worden seien, erklärte das Verteidigungsministerium weiter.

    +++ Nach Beginn der erneuten Welle von Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran haben örtliche Medien Explosionen an der Südküste des Landes gemeldet.

    Laut der den mächtigen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Fars sowie dem regierungstreuen Sender Press TV gab es in der Nacht mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf. Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden demnach Explosionen gemeldet.

    +++ Die US-Streitkräfte haben eine weitere Angriffswelle gegen den Iran gestartet.

    Das zuständige Regionalkommando teilte in der Nacht mit, damit erlege man den iranischen Streitkräften weiterhin hohe Kosten auf und schwäche ihre Fähigkeiten, unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus anzugreifen. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen auf der Insel Kish und in der Hafenstadt Bandar Abbas im Persischen Golf. US-Präsident Trump hatte die erneuten Angriffe kurz zuvor angekündigt. Eine Reaktion aus Teheran lag zunächst nicht vor.

    Montag, 13. Juli

    +++ US-Präsident Trump kündigt neue Militärschläge gegen den Iran an.

    Die Angriffe sollen in der Nacht stattfinden. Ein Ziel sei ein stark befestigtes Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang. Die Anlage nahe dem beschädigten Atomkomplex Natans liegt Experten ‌zufolge so tief unter der Erde, dass sie von bunkerbrechenden US-Bomben kaum zerstört werden kann.
    Die iranische Atomforschungsanlage Natans.
    Die iranische Atomforschungsanlage Natans. (picture alliance/dpa/epa)

    +++ Die Ankündigung einer US-Seeblockade gegen den Iran treibt die Ölpreise.

    Nordsee-Öl der Sorte Brent verteuerte sich zwischenzeitlich um 9,6 Prozent auf 83,30 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI steigt um 9,4 Prozent auf 78,14 Dollar.

    +++ Der Iran hat neue Angriffe im Südwesten des Landes gemeldet.

    In der Industriestadt Abadan an der Grenze zum Irak gab es nach Angaben örtlicher Behörden mehrere Tote und Verletzte. Die US-Attacken seien gegen Mittag erfolgt, hieß es. Eigentlich hatte das amerikanische Militär seine jüngste Angriffswelle heute früh für beendet erklärt. Diese hatten sich den Streitkräften zufolge gegen Luftabwehrsysteme, Radarstationen sowie Raketen- ‌und Drohnenstellungen gerichtet.
    Der Iran wiederum nahm US-Stützpunkte in Jordanien, Bahrain und Kuwait ins Visier.
    US-Präsident Trump kündigte die Wiedereinführung einer Seeblockade gegen den Iran an. Zudem sollen die USA eine Entschädigung in Höhe von 20 Prozent auf alle durch die Straße von Hormus ‌transportierten Frachten erhalten.

    +++ Der Systemrisiko-Rat warnt wegen des Iran-Kriegs vor einem erhöhten Risiko für das europäische Finanzsystem.

    Eskalierende Konflikte im Nahen Osten könnten heftige und ungeordnete Marktkorrekturen auslösen, heißt es im Jahresbericht des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken. Banken könnten mit stärkeren Engpässen etwa bei der Vergabe von Krediten konfrontiert sein.
    Der Bericht deckt den Zeitraum von April 2025 bis März 2026 ab, in den auch der Ausbruch des Iran-Krieges fällt. Der Systemrisiko-Rat wurde 2010 gegründet und soll auf Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems in der EU hinweisen.

    +++ Frankreich warnt, dass europäische Sanktionen gegen den Iran so lange beibehalten würden, wie Teheran an seinem militärischen Atomprogramm festhalte.

    Der französische Außenminister Barrot machte für ein Aufheben der Sanktionen im Sender BFM TV/RMC zudem zur Bedingung, dass der Iran aufhöre, die Region zu destabilisieren sowie auf das Programm zum Bau ballistischer Raketen verzichte. Er rief die USA und den Iran angesichts der jüngsten Angriffe auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
    Der französische Außenminister Barrot spricht auf der Botschafterkonferenz in Paris.
    Der französische Außenminister Barrot (AFP / LUDOVIC MARIN)
    Irans Außenministeriumssprecher Baghai erklärte unterdessen, sein Land werde möglichen Besuchen von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA an iranischen Atomanlagen nicht zustimmen.

    +++ Der Iran ist nach eigenen Angaben weiter mit den Vermittlerstaaten Katar, Pakistan und dem Oman in Kontakt, um eine weitere Eskalation im Krieg mit den USA zu vermeiden.

    Es habe in den vergangenen Tagen mehrfach Kontakte mit den drei Vermittlern gegeben, erklärte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums. Gleichzeitig rechtfertigte der Iran die eigenen Angriffe auf US-Stützpunkte. "Jedes Mal, wenn die andere Seite ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, haben wir unsere ebenfalls nicht eingehalten." So werde man weiterhin vorgehen.

    +++ Sicherheitspolitiker warnen nach Drohungen aus dem Iran vor möglichen Anschlägen in Deutschland.

    Die iranische Tageszeitung "Hamshahri" hatte am Wochenende eine Liste mit 13 westlichen Politikern veröffentlicht, an denen man sich für den Tod des früheren geistlichen Führers Chamenei rächen werde, unter ihnen Bundeskanzler Merz.
    Der CDU-Sicherheitspolitiker Kiesewetter sagte dem "Handelsblatt", er gehe davon aus, dass das Terrorregime bereits seit geraumer Zeit gezielte Tötungen und Terroranschläge auch in Deutschland plane. Grünen-Fraktionsvize von Notz erklärte, das Risiko, dass iranische Nachrichtendienste bei Vergeltungsaktionen auf Stellvertreter in Deutschland zurückgriffen, sei "äußerst real". Auch der SPD-Innenpolitiker Fiedler sieht eine verschärfte Bedrohungslage. Als mögliche Akteure nannte er extremistische Strukturen, kriminelle Netzwerke und bezahlte Gewalttäter. Entsprechend groß sei die Herausforderung für die Sicherheitsbehörden.

    +++ Bundesaußenminister Wadephul hat die USA und den Iran nach einer neuen Angriffswelle zu direkten Gesprächen aufgefordert.

    Beide Seiten müssten jetzt sehr schnell an den Verhandlungstisch zurückkehren und endlich effektive bilaterale Beratungen zu starten, sagte Wadephul in Brüssel, wo derzeit ein Treffen mit seinen EU-Kollegen stattfindet. Diese Welt brauche eine frei passierbare Straße von Hormus.

    +++ Der Grünen-Außenpolitiker Nouripour geht davon aus, dass die gegenseitigen Angriffe zwischen den USA und Iran andauern werden.

    Er sagte im Deutschlandfunk, das sei schlecht für die Weltwirtschaft und für die Region. Am Ende des Tages werde es Gespräche geben müssen, derzeit sei es aber schwer, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nouripour verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Drohungen, die im Rahmen der Trauerfeierlichkeiten für den Ende Februar getöteten religiösen Führer Ajatollah Chamenei im Iran geäußert wurden. Zudem sei die Konsolidierung der neuen Machtverhältnisse in Teheran nicht abgeschlossen.
    Der Bundestagsvizepräsident kritisierte zugleich die Rolle der europäischen Staaten. Diese hätten sich durch Nichtstun aus dem Spiel genommen. Sie könnten viel mehr machen, etwa zur Stabilisierung des Libanon oder über Drittstaaten in der Golfregion. Nouripour betonte, für den Iran gehe es in der Auseinandersetzung nicht nur um die Straße von Hormus, sondern um den gesamten Nahen Osten.
    Nouripour (Grüne): Konflikt kann noch mehrere Monate dauern

    +++ Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben von Staatsmedien US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen.

    Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte mehrere Erklärungen der Revolutionsgarden, wonach diese einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain und Stützpunkte in Kuwait angriffen.

    +++ ​Die Sorge vor einer Gefährdung der Energielieferungen durch die Straße von Hormus hat ‌die Ölpreise in die Höhe getrieben.

    Grund ist die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Nacht um rund drei Prozent auf 78,35 Dollar. Derweil stieg der Preis für US-Leichtöl WTI um 3,1 Prozent auf 73,62 Dollar.

    +++ Der Iran hat die jüngsten Angriffe der USA verurteilt.

    Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichte gemacht, erklärte das iranische Außenministerium. Die USA hätten zudem "eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt verursacht".

    +++ Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen.

    Es seien Dutzende Ziele an mehreren Standorten mit Präzisionsmunition getroffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Darunter seien Luftabwehrsysteme, Küstenradarstationen sowie Raketen- ‌und Drohnenkapazitäten des iranischen Militärs gewesen.
    Iranischen Staatsmedien zufolge wurde bei den Angriffen eine Person im Südwesten des Landes getötet. Vier weitere seien verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Chusestan.
    Aktuelle Lage Iran - nach mehreren Angriffswellen binnen einer Woche

    +++ UNO-Generalsekretär Guterres hat den Iran und die USA aufgerufen, sofort wieder Verhandlungen aufzunehmen.

    Guterres sagte in New York, ein vollständiges Wiederaufflammen des Kriegs könne katastrophale Konsequenzen haben. Er reagiert damit auf die jüngsten Angriffe der USA im Iran und den iranischen Beschuss von US-Militärbasen in mehreren Golfstaaten.

    Sonntag, 12. Juli

    +++ Die Straße von Hormus ist nach Angaben von US-Präsident Trump für die Handelsschifffahrt geöffnet.

    Dies erklärt Trump in einem Interview der NBC-Sendung "Meet the Press". Auch das US-Regionalkommando Centcom betonte, die Meerenge sei offen. US-Streitkräfte stünden bereit, um den freien Schiffsverkehr zu sichern. Teheran hatte dagegen die Straße von Hormus erneut für geschlossen erklärt.

    +++ Iran und Kuwait melden neue Angriffe

    Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete über Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas und unweit der Insel Gheschm im Persischen Golf. Die Nachrichtenagentur Irna sprach von "feindlichen Angriffen" in Bandar Abbas, wo am Abend in einigen Stadtteilen aufeinanderfolgende Explosionen zu hören gewesen seien. Bei den Gebieten handele es sich um Militäreinrichtungen.
    Das Verteidigungsministerium in Kuwait teilte unterdessen mit, dass drei Grenzposten und eine Ölplattform angegriffen worden seien. "Drei Grenzposten an Land im Norden des Landes wurden Ziel eines feigen Angriffs, der zu Sachschäden führte", hieß es in der Erklärung. Zudem sei eine kuwaitische "Offshore-Bohrplattform" von einer feindlichen Drohne"angegriffen worden. Ein Arbeiter sei verletzt worden, zudem habe es Sachschäden gegeben.

    +++ Der Irak und die USA wollen offenbar ihre Zusammenarbeit im Energiesektor ausweiten.

    Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi ‌werde dazu am Montag an der Spitze einer offiziellen Delegation nach Washington reisen, sagt sein Regierungssprecher. "Die zu unterzeichnenden Abkommen werden mehrere Absichtserklärungen im Öl- und Gassektor umfassen", sagt der Sprecher. Der Irak wolle verschiedene US-Unternehmen ins Land holen, um seine Förderkapazitäten zu steigern.

    +++ Bundeskanzler Merz (CDU) ist von einer ultrakonservativen iranischen Zeitung zusammen mit US-Präsident Donald Trump und weiteren westlichen Spitzenpolitikern auf eine Liste von Menschen gesetzt worden, die für den Tod des früheren geistlichen Führers Ali Chamenei "bezahlen" sollen.

    Die der Teheraner Stadtverwaltung gehörende Tageszeitung "Hamshahri" veröffentlichte am Samstagabend im Internet ein Schaubild mit den Fotos von 13 Politikern. Neben Merz und Trump sind darauf unter anderem der israelische Regierungschef Netanjahu, US-Außenminister Rubio, Frankreichs Präsident Macron, Italiens Regierungschefin Meloni und der scheidende britische Premierminister Starmer zu sehen. Die Porträts von Trump und Netanjahu sind mit Fadenkreuzen versehen. In der gedruckten Sonntagsausgabe der Zeitung erschien die Grafik jedoch nicht.

    +++ Nach dem iranischen Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus wird nach Angaben der Regierung in Neu Delhi ein indisches Besatzungsmitglied vermisst.

    Zehn weitere Matrosen an Bord des beschossenen Schiffs "GFS Galaxy" konnten gerettet werden, wie das indische Außenministerium mitteilte. Das Ministerium nannte den Vorfall "zutiefst beunruhigend" und forderte ein Ende der Angriffe auf Handelsschiffe in der Region.

    +++ Nach nächtlichen Angriffen des US-Militärs gegen den Iran ist in mehreren Golfstaaten Luftalarm augelöst worden.

    In Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. In den Vereinigten Arabischen Emiraten warnte der Katastrophenschutz die Bewohner vor einer Bedrohung durch Raketen. Die Luftabwehr des Landes sei im Einsatz, teilte die Behörde auf der Plattform X mit.  Das Innenministerium von Katar teilte bei X mit, die Sicherheitslage sei ernst.

    +++ Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran gestartet.

    Die Angriffe erfolgten, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein unter der Flagge Zyperns fahrendes Containerschiff in der Straße von Hormus angegriffen hätten, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom. Das Schiff könne die Fahrt wegen eines ​Feuers an Bord und erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht fortsetzen, ein Besatzungsmitglied werde vermisst. Es ist die dritte Runde von US-Angriffen auf den Iran in dieser Woche.

    +++ Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben iranischer Staatsmedien erneut die Straße von Hormus gesperrt.

    Die Sperrung gelte bis auf Weiteres. Zuvor habe die Armee Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert, das eine "unzulässige Route" befahren habe. Bis zum Ende der US-Interventionen in der Region werden man keinem Schiff mehr die Durchfahrt gestatten, heißt es in der Erklärung der Revolutionsgarden.

    Samstag, 11. Juli

    +++ Der iranische Außenminister Aragtschi führt im Oman Gespräche über die Lage in der Straße von Hormus.

    Dabei geht es unter anderem um "geeignete Mechanismen" für den sicheren Durchgang von Schiffen ‌durch die Meerenge, teilte Aragtschi mit. CNN berichtet, der Oman habe vorgeschlagen, den Schiffsverkehr über zwei getrennt gesteuerte Routen zu regeln. Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Es liegt auch noch keine Stellungnahme des Iran dazu vor.

    +++ Der Libanon wird an den für kommende Woche geplanten Gesprächen mit Israel in Rom teilnehmen.

    Das bestätigte ein Vertreter des Libanon der Nachrichtenagentur AFP, ohne nähere Angaben zu machen. Unterdessen beriet eine US-Militärdelegation in Beirut mit Vertretern der libanesischen Armee über die Umsetzung des Rückzugs israelischer Truppen aus einzelnen Gebieten im Süden des Libanon. Das teilte ein libanesischer Militärvertreter mit. Das Hauptziel sei die Umsetzung des vereinbarten Rahmenabkommens. Darauf hatten sich Israel und der Libanon Ende Juni unter Vermittlung der USA verständigt. Es soll den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarländern ebnen.

    +++ Nach der Bestattung von Irans oberstem Führer Chamenei hat die Staatsführung Rache für seinen Tod geschworen.

    "Rache ist die Forderung unseres Volkes und muss ganz gewiss erfolgen", hieß es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung, die Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba zugeschrieben wurde. Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf Teheran getötet worden.
    Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird regelmäßig über seinen Verbleib und seinen Gesundheitszustand spekuliert.

    +++ US-Präsident Trump hat der iranischen Führung im Falle eines Attentatsversuchs gegen ihn mit neuen Angriffen gedroht.

    Der Befehl, den Iran dann vollständig zu zerstören, sei bereits erteilt, schrieb Trump in seinem Online-Netzwerk. Medien hatten zuvor gemeldet, dass der israelische Geheimdienst Washington über einen konkreten iranischen Plan zur Ermordung Trumps informiert habe. Aus Teheran liegt bisher keine Stellungnahme vor.

    +++ Die USA fordern Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Iran zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus.

    Die Führung in Teheran solle öffentlich zusichern, dass die Meerenge offen sei und die Revolutionsgarden von weiteren Angriffen auf Handelsschiffe absähen, schreiben unter anderem das Portal "Axios" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungsbeamte. Wie Washington andernfalls reagieren würde, blieb unklar.

    +++ Satellitenbilder legen nach Ansicht amerikanischer Forscher die Vermutung nahe, dass der Iran eine im Krieg zerstörte Militärforschungsanlage wieder aufbaut.

    Das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security in Washington teilte mit, an der Anlage seien entsprechende Aktivitäten zu beobachten. Nach Angaben des Senders CNN handelt es sich um den Taleghan-Komplex in Partschin. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA wurde dort in der Vergangenheit an Technologien gearbeitet, die für Atomwaffen relevant sein könnten. An den Militäranlagen in Isfahan, Natans und Fordo wurden laut CNN keine verdächtigen Aktivitäten festgestellt. Im Rahmen-Abkommen zur Beendigung des Krieges mit den USA hat Teheran sich verpflichtet, dauerhaft auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten.

    +++ Vor dem deutsch-französischen Ministerrat in der kommenden Woche hat Bundesaußenminister Wadephul (CDU) eine gemeinsame Libanon-Initiative angekündigt.

    "Wir wollen mit Frankreich eine gemeinsame Politik für den Libanon formulieren, um die Chance auf einen Frieden im Nahen und Mittleren Osten zu erhöhen", sagte Wadephul dem "Tagesspiegel". Zudem zeigte er sich überzeugt, dass sowohl im Iran- als auch im Ukraine-Krieg jetzt ein guter Zeitpunkt für Verhandlungen sei. "Wir sollten jetzt einen sehr ernsthaften Versuch unternehmen, beide Konflikte beizulegen."

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