IT-Sicherheit
Niederländische Behörden gehen gegen Cyberangreifer vor

In den Niederlanden sind die Behörden mit einer Razzia gegen ein Unternehmen vorgegangen, das Cyberangriffe gegen die EU unterstützt haben soll.

    Eine Frau steht an einer Wand in einem dunklen Raum. Auf ihr Gesicht wird mit grünem Licht der Binärcode projiziert.
    Cyberkriminalität (Symbolbild) (Getty Images / Yuliya Taba)
    Wie die Behörde für Steuerfahndung und Wirtschaftskriminalität mitteilte, wurden Dokumente, Laptops und mehr als 800 Server beschlagnahmt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland umgangen zu haben. Die Firma sei als Tarnung für ein anderes Unternehmen verwendet worden, das wegen destabilisierender Aktivitäten gegen die EU seit dem vergangenen Jahr auf der EU-Sanktionsliste steht. Dabei gehe es etwa um die Verbreitung von Desinformationen sowie um Cyberangriffe. Die Behörden nahmen nach eigenen Angaben zwei Männer fest. Der eine Verdächtige soll dem Tarnunternehmen geholfen haben, es verdeckt mit dem Internet zu verbinden. Nach Informationen des Deutschlandfunks waren auch Server in Deutschland angemietet worden.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.