Kultureinrichtung
Niederlage vor Gericht: Trump durfte Kennedy Center nicht nach sich benennen

US-Präsident Trump muss einem Gerichtsurteil zufolge seinen Namen vom Kennedy Center in Washington wieder entfernen.

    Arbeiter haben den neuen Schriftzug am Kennedy-Center in Washington DC angebracht. Auf dem Bild sind noch vier Hebebühnen zu sehen.
    Der Name von Donald Trump prangt am Kulturzentrum in Washington. (AFP / JIM WATSON)
    Das Hinzufügen sei rechtswidrig gewesen, entschied ein Bundesrichter in Washington, D.C. Allein der Kongress habe das Recht zur Umbenennung. Der Richter stoppte ferner den Plan, das Kulturzentrum ab dem Nationalfeiertag am 4. Juli zwei Jahre lang für umfangreiche Renovierungsarbeiten zu schließen. Trump reagierte verärgert. Er kündigte seinen Rückzug aus der seiner Meinung nach "sterbenden" Institution an.
    Trump hatte die Leitung des Kennedy Centers entlassen und ein neues Direktorium unter seinem Vorsitz eingesetzt. Dieses beschloss, Trumps Namen über den des 1963 ermordeten Präsidenten John F. Kennedy zu setzen. Das Zentrum war im Jahr 1971 eröffnet worden und hatte sich zu einer der bedeutendsten Kultureinrichtungen der USA entwickelt. Trump kritisierte es nach seiner Wiederwahl als linke, "woke" Institution und wollte ein "patriotisches" Programm einführen.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.