Kultureinrichtung
Niederlage vor Gericht: Trump durfte Kennedy Center nicht nach sich benennen - US-Präsident reagiert verärgert

US-Präsident Trump muss einem Gerichtsurteil zufolge seinen Namen vom Kennedy Center in Washington wieder entfernen.

    Arbeiter haben den neuen Schriftzug am Kennedy-Center in Washington DC angebracht. Auf dem Bild sind noch vier Hebebühnen zu sehen.
    Der Name von Donald Trump prangt am Kulturzentrum in Washington. (AFP / JIM WATSON)
    Das Hinzufügen sei rechtswidrig gewesen, entschied ein Bundesrichter in Washington, D.C. Allein der Kongress habe das Recht zur Umbenennung. Der Richter stoppte ferner den Plan, das Kulturzentrum ab dem Nationalfeiertag am 4. Juli zwei Jahre lang für umfangreiche Renovierungsarbeiten zu schließen. Trump reagierte verärgert. Er kündigte seinen Rückzug aus der seiner Meinung nach "sterbenden" Institution an.
    Der US-Präsident hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit die Leitung des Kennedy Centers entlassen und ein neues Direktorium unter seinem Vorsitz eingesetzt. Im Dezember beschloss es, Trumps Namen über den des früheren Präsidenten Kennedy zu setzen. Seitdem steht auf der Fassade: "Das Donald J. Trump und das John F. Kennedy Gedenkzentrum für die darstellenden Künste." 
    Es wurde 1971, acht Jahre nach Kennedys Ermordung, eröffnet und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten kulturellen Einrichtungen der USA. Trump kritisierte es nach seiner Wiederwahl als linke, "woke" Institution und wollte ein "patriotisches" Programm einführen.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.