Vorwurf der Vetternwirtschaft
Niedersachsen-AfD im Bundestag fordert Rücktritt von Abgeordneter Uhr

Vor dem Hintergrund der Vetternwirtschafts-Vorwürfe hat die niedersächsische Landesgruppe der AfD-Bundestagsfraktion ihre Abgeordnete Uhr ausgeschlossen.

     37. Bundestagssitzung: Martina Uhr, AfD spricht im Bundestag
    AfD-Abgeordnete Martina Uhr (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Sie wurde zudem zur Aufgabe ihres Mandats aufgefordert, wie der Landesgruppenvorsitzende Paul mitteilte. Er sagte, sollte die Politikerin dem nicht innerhalb von 24 Stunden nachkommen, werde die Landesgruppe in der nächsten Fraktionssitzung Uhrs Ausschluss aus der Bundestagsfraktion beantragen. 
    Zuvor hatte die Zeitung "Die Welt" berichtet, dass Uhr ihren Lebensgefährten sowie dessen Tochter in ihrem Bundestagsbüro angestellt habe. Der Landesgruppenvorsitzende bestätigte dies. Von Uhr selbst gibt es noch keine Stellungnahme. Die 64-Jährige ist seit dem vergangenen Jahr im Bundestag.
    Das Abgeordnetengesetz sieht vor, dass Parlamentarier kein staatliches Geld für die Beschäftigung von Partnern oder Verwandten bekommen. Bei der AfD ist es in vielen Fällen so, dass Parlamentarier in Bund und Ländern Familienangehörige von anderen Politikern der Partei als Mitarbeiter beschäftigen. Dies ist rechtlich legal, wird aber dennoch kritisiert - teils auch innerhalb der AfD selbst.
    Diese Nachricht wurde am 25.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.