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Weiter angespannte Lage
Niedersachsens Innenministerin beklagt Katastrophen-Tourismus in Hochwasser-Gebieten

Die Lage in vielen Hochwassergebieten bleibt wegen der nach dem Jahreswechsel erwarteten Regenmengen angespannt. Betroffen sind vor allem Teile Niedersachsens, der Süden Sachsen-Anhalts und Gebiete in Nordrhein-Westfalen. Bundeskanzler Scholz besucht am Vormittag den Norden Niedersachsens.

    Sandsäcke liegen zum Abtransport bereit. Im Hintergrund ist ein Hubschrauber der Bundespolizei.
    Sandsäcke liegen zum Abtransport bereit. Im Hintergrund ist ein Hubschrauber der Bundespolizei. (Jörn Hüneke/xoyo/dpa)
    Das teilte die Staatskanzlei in Hannover mit. Scholz und Ministerpräsident Weil würden nach einem Rundflug über die getroffenen Schutzmaßnahmen und die weitere Entwicklung in den Hochwassergebieten informiert.
    Nahezu überall sind ehrenamtliche Kräfte des Technischen Hilfswerks im Einsatz. Hubschrauber der Bundeswehr helfen unter anderem beim Transport von Sandsäcken. Neben den Wassermassen bereiten Schaulustige den Helfern Probleme. Niedersachsens Innenministerin Behrens sprach im "Spiegel" von Katastrophen-Touristen. Es seien sogar Kite-Surfer gesichtet worden. Mehrere Städte in Niedersachsen empfahlen der Bevölkerung, in der Silvesternacht auf Feuerwerke zu verzichten. Die Einsatzkräfte seien mit dem Hochwasser bereits stark ausgelastet, hieß es.
    Zwar sind die Pegelstände vielerorts inzwischen stabil oder gesunken, etwa in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, an anderen Orten sind aber beispielsweise Deiche weiter einem hohen Druck ausgesetzt. So teilte die Stadt Oldenburg mit, dass man sich auf Evakuierungen vorbereite. In der Nähe von Bremen mussten hunderte Menschen ihre Häuser verlassen.
    Diese Nachricht wurde am 31.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.