"Leben andernfalls in Gefahr"
Nobelkomitee fordert Verlegung von iranischer Menschenrechtsanwältin Narges Mohammadi in Teheraner Krankenhaus

Das norwegische Nobelkomitee appelliert mit Nachdruck an die iranischen Behörden, die inhaftierte Menschenrechtsanwältin Narges Mohammadi in ein Krankenhaus in Teheran zu verlegen.

    Portrait der Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi. Sie schaut direkt in die Kamera.
    Die iranische Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi (AFP / -)
    In einer Erklärung heißt es, ohne ihr vertrautes Ärzteteam sei das Leben der Friedensnobelpreisträgerin in Gefahr. Zuvor war bekannt geworden, dass die 54-Jährige in der Stadt Sandschan aus dem Gefängnis in eine Klinik gebracht wurde. Ihre Stiftung teilte mit, der Zustand Mohammadis habe sich wegen ihrer akuten Herzprobleme nochmals verschlechtert. Auch habe sie mehrfach das Bewusstsein verloren.
    Nach Angaben ihrer Anwälte erlitt Mohammadi bereits Ende März im Gefängnis einen Herzinfarkt, wurde aber anschließend nicht angemessen medizinisch versorgt.
    Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.