
Eine Sondersitzung des Aufsichtsgremiums ging ohne konkrete Ergebnisse zu Ende. Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale würden in den kommenden Tagen fortgesetzt, teilte ein Sprecher von Kulturstaatsminister Weimer mit.
Tuttle war in die Kritik geraten, weil es während der Berlinale zu politischen Bekundungen zum Nahostkonflikt gekommen war, die teilweise als antiisraelisch aufgefasst wurden. Deshalb war über eine Ablösung der Festival-Chefin spekuliert worden.
Sie erhielt gleichwohl Unterstützung sowohl von Filmschaffenden als auch von Mitarbeitern der Berlinale und vom Kulturrat, die vor einer Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit warnten.
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Klein, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe eine zunehmende Instrumentalisierung von Kunst- und Kulturveranstaltungen. Die künstlerischen Inhalte würden überlagert durch ideologisch aufgeladene Debatten.
Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
