Mainz
Norbert Himmler als ZDF-Intendant wiedergewählt

Norbert Himmler bleibt bis 2032 Intendant beim ZDF. Der 55-Jährige erhielt bei einer Sitzung des zuständigen Fernsehrats in Mainz im ersten Wahlgang 48 von 53 Stimmen und ist damit wiedergewählt. Es gab zwei Enthaltungen.

    Norbert Himmler hält ein Mikrofon in der rechten Hand und gestikuliert mit der linken.
    Norbert Himmler wurde wiedergewählt (Archivbild). (Jan Woitas / dpa / Jan Woitas)
    Himmler war der einzige Kandidat. Ursprünglich hatte sich noch die Journalistin Floria Fee-Fassihi beworben. Sie zog ihre Kandidatur dann aber noch zurück.
    Fünf weitere Bewerberinnen und Bewerber erfüllten formale Kriterien nicht. Bei der vergangenen Wahl im Juli 2021 hatte Himmler drei Wahlgänge gebraucht, um gewählt zu werden. Er trat dabei gegen die damalige Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel, an.

    Deutscher Journalisten-Verband (DJV) gratuliert zur Wiederwahl

    Himmler arbeitet seit 1997 für das ZDF - unter anderem für den "Länderspiegel" und in der Planungsredaktion. 2008 wurde ihm die Leitung der Hauptredaktion Spielfilm übertragen. Ein Jahr später leitete er außerdem den damals neuen Sender ZDFneo. Anschließend war er ZDF-Programmdirektor. 2021 wurde er zum Intendaten gewählt. Himmlers zweite Amtszeit beginnt im Frühjahr 2027.
    Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) gratulierte Himmler zur Wiederwahl. Für das ZDF komme es jetzt darauf an, den Blick nach vorn zu richten und die Sendeanstalt zukunftssicher aufzustellen, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster. Himmler müsse dafür sorgen, dass das ZDF ein guter Arbeitgeber bleibe. 

    ZDF reagiert auf Fehler mit KI-Bildern im "heute journal"

    Der Sender musste zuletzt viel Kritik hinnehmen. Im Februar war in einem Beitrag über die US-Einwanderungspolizei ICE eine von einer Künstlichen Intelligenz erzeugte Videosequenz zu sehen. Der Ausschnitt war nicht entsprechend gekennzeichnet. Himmler stellte bei der Sitzung des Fernsehrats jetzt einen Maßnahmenkatalog vor, um solche Fehler künftig zu vermeiden. Die Chefredaktion will in den Redaktionen unter anderem die Kompetenzen zur Verifikation von Foto und Videos ausbauen. Außerdem sollen die journalistischen Abnahmeprozesse angepasst und die Fehlerkultur gestärkt werden
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.