Asien
Nordkorea streicht Wiedervereinigung mit Südkorea aus der Verfassung

Nordkorea verzichtet in seiner Verfassung erstmals auf das Ziel einer Einheit mit Südkorea.

    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hält eine Abschlussrede bei einem Parteikongress der Arbeiterpartei Koreas.
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (Uncredited/KCNA/KNS/dpa)
    In einer überarbeiteten Fassung des Rechtsdokuments seien sämtliche Bezüge zu einer möglichen Wiedervereinigung gestrichen worden, meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Seit der Staatsgründung 1948 hatte es sich die nordkoreanische Regierung zum Ziel gesetzt, auf eine politische Vereinigung mit dem Süden hinzuarbeiten. 2023 rückte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un rhetorisch von diesem Ziel ab und erklärte Südkorea zum "Hauptfeind".
    Mehr als 70 Jahre nach Ende des Koreakriegs gibt es zwischen beiden Staaten noch immer keinen Friedensvertrag, sondern nur einen Waffenstillstand.
    Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.