Kriminalitätsstatistik
Nordrhein-Westfalen erfasst Tatverdächtige mit mehreren Staatsangehörigkeiten

In Nordrhein-Westfalen sollen künftig Verdächtige und Opfer mit mehreren Staatsangehörigkeiten gesondert in der jährlichen Kriminalstatistik erfasst werden.

    Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, sitzt vor einem Mikrofon.
    NRW-Innenminister Herbert Reul (picture alliance / dpa / Rolf Vennenbernd)
    Innenminister Reul verspricht sich von der Auswertung solcher Daten mehr Transparenz. Der CDU-Politiker sagte der "Rheinischen Post", wer die Realität sehen wolle, müsse sie auch messen. Nur so könne die Polizei in die Lage versetzt werden, frühzeitig Gefahren zu erkennen und Straftaten wirksam zu bekämpfen.
    Bislang werden beispielsweise deutsch-griechische oder deutsch-türkische Verdächtige nur als deutsche Beschuldigte registriert. Maßgeblich dafür sind bundesweite Richtlinien. Laut der "Rheinischen Post" ist Nordrhein-Westfalen das einzige Bundesland, das nun in der jährlichen Kriminalstatistik auch sogenannte Doppel-Staatler benennt. Die Aussagekraft der Statistiken ist begrenzt, weil nur von der Polizei registrierte Kriminalfälle erfasst werden.
    Diese Nachricht wurde am 28.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.